Die U16 der Panthers hat sich beim Qualifikationsturnier zur Norddeutschen Meisterschaft trotz starker Konkurrenz sehr ordentlich präsentiert. Gegen die RedHawks Potsdam, den VfB Hermsdorf und ALBA Berlin zeigte das Team vor heimischem Publikum viel Einsatz, Charakter und phasenweise sehr guten Basketball. Auch wenn am Ende drei Niederlagen standen, unterstrichen die Panthers, dass sie auf diesem Niveau konkurrenzfähig sind.
Auftakt gegen Potsdam: Bittere Niederlage nach starker Leistung
Zum Auftakt trafen die Panthers am Samstag auf die RedHawks Potsdam. In einer hochspannenden und intensiven Partie lieferten sich beide Mannschaften über weite Strecken ein Duell auf Augenhöhe. Das Spiel war von ständigen Führungswechseln geprägt. Besonders stark präsentierten sich die Panthers im dritten Viertel, an dessen Ende sie mit zehn Punkten in Führung lagen. Diesen Vorsprung verteidigte das Team bis rund zwei Minuten vor dem Ende noch auf sechs Punkte. In der entscheidenden Schlussphase setzte sich jedoch die größere Cleverness der Gäste durch, sodass Potsdam die Begegnung noch knapp mit 89:87 für sich entschied. So reichten auch die starken Leistungen von Claas Stühff (18 Punkte), Heinrich Kaus (19), Emil Ottersberg (12) und Jannik Matlach (21) nicht, um sich gegen die Niederlage zu stemmen. Letzterer viel verletzungsbedingt nach dem Spiel aus und konnte dem Team im Laufe des Turnieres nicht mehr helfen.
„Besonders bitter war, dass wir Ende des dritten Viertels mit zehn Punkten geführt haben und diesen Vorsprung bis zwei Minuten vor Schluss noch auf sechs Punkte behaupten konnten“, sagte Trainer Nestor Katsagiorgis nach der Partie. „Leider hat am Ende die Cleverness des Gegners entschieden. Wir waren in einigen Situationen zu nervös und haben das Spiel am Ende noch hergegeben. Das ist sehr schade, weil die Mannschaft eine herausragende Leistung gezeigt hat.“
Samstagabend gegen Hermsdorf: Starke Reaktion nach schwacher erster Halbzeit
Am Samstagabend stand für die Panthers bereits das zweite Spiel auf dem Programm. Gegner war der VfB Hermsdorf aus Berlin. Die Gastgeber erwischten einen völlig misslungenen Start und gerieten im ersten Viertel deutlich mit 12:43 in Rückstand. Auch im zweiten Abschnitt fanden die Panthers nur schwer in die Partie, sodass es mit einem klaren 31:73 in die Halbzeitpause ging.
„Wir haben dem Gegner zu viel Respekt entgegengebracht. Nachdem wir zu Beginn gleich mit 0:18 zurücklagen, haben wir den Kopf in den Sand gesteckt. Wir haben völlig den Faden verloren, die Mannschaft wirkte verunsichert. Erst nach der Halbzeit ist die Mannschaft mit einem ganz anderen Gesicht aufgetreten“, erklärte Trainer Nestor Katsagiorgis.
Und tatsächlich zeigten die Panthers nach dem Seitenwechsel eine beeindruckende Reaktion. Die zweite Halbzeit entschieden sie in der Summe mit 45:21 für sich. Aus einem zwischenzeitlich desolaten Auftritt wurde so noch eine versöhnliche 76:94-Niederlage. Die rund 200 Zuschauer, die am Samstagabend in die Halle gekommen waren, wurden damit zumindest in den letzten beiden Vierteln mit einer starken kämpferischen Leistung belohnt.
Besonders überzeugend auf Seiten der Panthers waren Alfons Krehl mit 15 Punkten, Claas Stühff mit 20 Punkten und Heinrich Kaus mit 17 Zählern. „Alfons hat ein sehr starkes Turnier gespielt und mit seiner Ausstrahlung Ruhe in unser Spiel gebracht“, lobte der Trainer. Auch Claas Stühff und Heinrich Kaus erhielten ein Sonderlob. Beide „mussten über 37 Minuten Spielzeit gehen und haben das ordentlich gemacht“, so der Trainer.
Abschluss gegen ALBA Berlin: Viel gelernt gegen den Favoriten
Am Sonntag wartete dann der größte Name des Turniers auf die Panthers: ALBA Berlin. Der Hauptstadtklub gilt mit seiner Akademie als eine der Topadressen im europäischen Nachwuchsbasketball und bestätigte diesen Ruf auch in Quedlinburg eindrucksvoll. „Der Verein mit seiner Akademie gehört zu den Topadressen des Nachwuchsbasketballs. Und das haben Spieler und Zuschauer gesehen: starker Teambasketball, schnell, defensiv orientiert und immer den Extra-Pass suchend“, sagte Jörg Göhler. „ALBA Berlin ist der klare Favorit im Qualifikationsturnier und das haben sie auch in den vorherigen Spielen gezeigt. Mit fünf Jugendnationalspielern angereist, unterstrichen sie ihren Anspruch auf den Turniersieg.“
Die Panthers mussten sich gegen den Favoriten zwar deutlich mit 63:109 geschlagen geben, zeigten aber auch in dieser Begegnung immer wieder gelungene Aktionen und gute Spielzüge. Besonders erfreulich war der starke Auftritt des erst 14-jährigen Diego Stagge, der mit 18 Punkten ein Ausrufezeichen setzte. Ebenfalls erneut stark präsentierte sich Claas Stühff, der mit 15 Punkten wesentlich zum Spiel der Panthers beitrug und dem Team Stabilität verlieh. Auch die jungen U14-Spieler Ben Sommer und Charlie Hölzer hinterließen im Turnier viel Eindruck.
„Schön ist, dass gegen ALBA alle Spieler mindestens 18 Minuten gespielt haben. Zudem haben alle gepunktet. Ich denke, dass wir vieles richtig machen. Das Turnier hat gezeigt, wo es mit harter Arbeit hingehen kann“, resümierte der zufriedene Trainer, der sich gleichzeitig gewünscht hätte, eine der engen Partien gegen Potsdam oder Hermsdorf für sich zu entscheiden.
Fazit: Panthers sammeln wertvolle Erfahrungen
Trotz der drei Niederlagen fällt das Fazit insgesamt positiv aus. Die Panthers haben sich beim Qualifikationsturnier mutig präsentiert, gegen starke Gegner phasenweise auf Augenhöhe gespielt und vor heimischem Publikum bewiesen, dass sie auf diesem Niveau bestehen können. Vor allem die Moral, der Kampfgeist und die Entwicklung innerhalb des Turniers machen Mut für die kommenden Aufgaben.

Der junge Charlie Hölzer, hier gegen Alba Berlin, spielte trotz seiner 14 Jahre ein starkes Turnier (Foto: Marko Heiroth)

Henrich Kaus ist einer der Leistungsträger und bestätigte diesen Anspruch am Wochenende (Foto: Marko Heiroth)

Der 14-jährige Diego Stagge, hier gegen Potsdam, wusste vor allem gegen Alba Berlin mit 18 Punkten und mutigem Auftritt zu überzeugen (Foto: Marko

