Ein spannendes Spiel, eine starke Aufholjagd und ein alter Bekannter als Matchwinner: Die Freizeitbasketballer der BG GutsMuths Quedlinburg Panthers/Martineum Halberstadt empfingen die Blue Devils aus dem Goslarer Ortsteil Jerstedt. Am Ende unterlagen die Gastgeber denkbar knapp mit 40:42.
Starke Aufholjagd nach schwierigem Start
Erstmals traten die Panthers-Freizeitbasketballer gemeinsam mit Spielern der FSG Quedlinburg an. Gegen die in der Kreisliga Braunschweig Süd spielenden Gäste benötigte die neu formierte Mannschaft zunächst etwas Anlaufzeit. Trotz guter Offensive fehlte die Treffsicherheit. Nach einem 5:10 im ersten Viertel ging es mit einem 12:20-Rückstand in die Halbzeit.
Spielertrainer Tino Schmidt stellte seine Mannschaft taktisch neu ein – mit Erfolg. Vor allem mehrere Dreipunktewürfe von Milan brachten die Quedlinburger zurück ins Spiel. Nach dem dritten Viertel stand es 32:32. Im Schlussabschnitt entwickelte sich ein echter Krimi. Beim Stand von 40:40 deutete alles auf eine Verlängerung hin, ehe René Schrader acht Sekunden vor Schluss den entscheidenden Korb zum 42:40 für die Gäste erzielte.
Ausgerechnet Schrader, ein alter Weggefährte der Quedlinburger, sorgte für die Entscheidung. Der langjährige Basketballschiedsrichter gehörte über vier Jahre zu den renommierten Unparteiischen Sachsen-Anhalts, bevor er nach Niedersachsen wechselte und seither für den Niedersächsischen Landesverband tätig ist.
Freizeitbasketball als wichtige Säule des Panthers
Seit zwei Jahren bieten die Panthers neben ihrem regulären Spielbetrieb auch eine gemischte Freizeitbasketballgruppe für Frauen und Männer an. Trainiert wird jeden Dienstag von 20 bis 22 Uhr in der Quedlinburger Bosseschule. Die Trainingsleitung übernimmt der ehemalige Oberligaspieler Tino Schmidt, der auf mehr als 30 Jahre Basketballerfahrung zurückblickt und zugleich Mitglied der Abteilungsleitung ist.
„Der Freizeitbasketball ist für uns eine wichtige Säule des Vereinslebens“, betont Tino Schmidt und ergänzt: „Neben unserer Nachwuchsarbeit, den Mannschaften im Bezirks-, Landes- und mitteldeutschen Spielbetrieb sowie unserer ersten Herrenmannschaft in der Oberliga Sachsen-Anhalt möchten wir bewusst auch Menschen eine sportliche Heimat bieten, die ohne Verpflichtungen eines regulären Ligabetriebs Basketball spielen wollen. Bewegung, Freude am Sport und vor allem Gemeinschaft stehen dabei im Mittelpunkt.“
Freundschaftsspiele sollen fester Bestandteil werden
Schmidt sieht großes Potenzial in der Freizeitgruppe: „Unser Wunsch war es von Anfang an, nicht nur wöchentlich gemeinsam zu trainieren, sondern auch Freundschaftsspiele zu bestreiten. Wir verbinden dabei das freie Spielen mit technischen und taktischen Trainingsinhalten. Durch die gewachsene Vereinsfreundschaft mit der FSG Quedlinburg ergeben sich hervorragende Möglichkeiten, künftig gemeinsam bei weiteren Spielen und Turnieren anzutreten.“
Dass dabei der sportliche Ehrgeiz keineswegs zu kurz kommt, zeigte das Duell gegen Jerstedt eindrucksvoll. „Natürlich möchte jeder, der auf dem Parkett steht, am Ende auch gewinnen. Dieser Ehrgeiz gehört zum Basketball dazu. Entscheidend sind für uns aber ebenso Bewegung, Spaß und das Miteinander. Herzlichen Glückwunsch an die Blue Devils und besonders an unseren alten Weggefährten René Schrader“, resümierte Schmidt.
Nach der Schlusssirene stand das Ergebnis ohnehin schnell im Hintergrund. Ein gelungener Basketballabend, der zeigte, dass Wettkampf und gelebte Gemeinschaft bestens zusammenpassen.

