Für die U17-Mannschaft der GutsMuths Quedlinburg Panthers/ Martineum Halberstadt war zum Saisonauftakt bei Science City Jena nichts zu holen. Das Team von Trainer Nestor Katsagiorgis musste sich in der Mitteldeutschen Liga deutlich mit 61:111 geschlagen geben. Gegen die Nachwuchsbasketballer einer der besten Ausbildungsakademien Deutschlands bekamen die Gäste unmittelbar zu spüren, welche Anforderungen auf diesem Niveau auf sie warten.
In der Saison 2026/2027 stellen sich die Panthers neben ihren Auftritten in der U16- und U18-Landesliga auch der Konkurrenz in der Mitteldeutschen Liga. Eine bewusste Entscheidung, wie Katsagiorgis betont: „Wir haben viele talentierte Spieler und wollen ihnen die Möglichkeit geben, sich gegen starke Gegner weiterzuentwickeln. Deshalb nehmen wir diese Herausforderung bewusst an. Solche Spiele zeigen uns sehr deutlich, wo wir stehen und woran wir arbeiten müssen.“
Dabei hielten die Harzer in den ersten Minuten durchaus mit und lagen zwischenzeitlich mit 8:7 vorne. Anschließend übernahmen die Gastgeber zunehmend die Kontrolle. Mit fünf erfolgreichen Dreiern im ersten Viertel bewies Jena früh seine Treffsicherheit und setzte sich bis zum Viertelende auf 34:16 ab. Im zweiten Abschnitt gestalteten die Panthers die Begegnung ausgeglichener. Angeführt von Jannik Matlach kamen die Gäste besser ins Spiel. Mit 19:23 ging allerdings auch dieser Abschnitt an Jena, sodass die Gastgeber zur Halbzeit bereits mit 57:35 führten.
„Gleich zu Saisonbeginn in Jena anzutreten, ist natürlich ein echtes Pfund. Dort wird auf sehr hohem Niveau ausgebildet, und das merkt man auf dem Feld“, ordnet Katsagiorgis die Aufgabe ein. „Jena hat extrem physisch gespielt. Diese Intensität ist grundsätzlich gut, aber unsere Spieler hatten damit ganz schön zu kämpfen. Wir müssen lernen, unter diesem Druck unsere Entscheidungen zu treffen und unser Spiel durchzubringen.“
Nach dem Seitenwechsel bauten die Gastgeber ihren Vorsprung weiter aus. Das dritte Viertel ging mit 25:15 an Science City, im Schlussabschnitt folgte ein 29:11. Damit stand am Ende eine deutliche Niederlage für die Panthers, die über weite Strecken mit der Intensität und der offensiven Qualität der Jenaer zu kämpfen hatten.
Bester Werfer der Harzer war Jannik Matlach mit 20 Punkten. Johannes Heiroth steuerte 14 Zähler bei, Diego Stage erzielte neun und Heinrich Kaus acht Punkte. Verbesserungspotenzial offenbarte auch die Freiwurflinie: Die Panthers verwandelten lediglich sieben ihrer 20 Versuche.
Für Katsagiorgis steht trotz des klaren Ergebnisses die Entwicklung seiner Mannschaft im Mittelpunkt: „Auf höherem Niveau müssen wir mit dieser körperlichen Gangart rechnen. Daran müssen wir uns gewöhnen und lernen, dagegenzuhalten. Genau solche Erfahrungen machen uns besser. Jetzt geht es darum, die Erkenntnisse aus Jena mitzunehmen und im Training die nächsten Schritte zu machen.“
Boxscore: Ben Sommer (5 Punkte, 1 Dreier), Heinrich Kaus (8, 2/2 Freiwürfe), Charlie Hölzer (2), Jannik Matlach (20, 2/8), Johannes Heiroth (14, 2/5), Diego Stage (9, 1/5), Alfons Krehl (3, 1 Dreier), Collin Schwarz, Len Düsing.

