Die U14 I der BG GutsMuths Quedlinburg Panthers/ Martineum Halberstadt haben zum Auftakt der Landesligasaison eine 50:73-Niederlage beim BBC Halle hinnehmen müssen. Das Ergebnis fiel deutlicher aus, als es der Spielverlauf vermuten ließ. „Vor allem in der ersten Halbzeit präsentierten wir uns auf Augenhöhe“, so Gunter Schimpfermann, der gemeinsam mit Jörg Göhler als Trainerduo mit dem Team sowohl in der Landesliga als auch in der Mitteldeutschen Liga an den Start gehen wird. Der Eindruck täuschte nicht, denn es ging mit 35:36 in die Halbzeit; „Erst nach der Pause gelang es den Gastgebern, sich entscheidend abzusetzen. Grund hierfür war, dass wir nicht konzentriert genug in das dritte Viertel gestartet sind“, so der Trainer.
Starke erste Halbzeit auf Augenhöhe
Von Beginn an entwickelte sich eine ausgeglichene Begegnung. Die Panthers fanden gut in die Partie und lagen zwischenzeitlich selbst in Führung. Nach zehn Minuten stand es 20:19 für den BBC Halle. Auch im zweiten Viertel blieb das Spiel offen: Beide Mannschaften erzielten jeweils 16 Punkte, sodass die Gäste zur Halbzeit nur knapp mit 35:36 zurücklagen.
Trainer Jörg Göhler sah dabei viele positive Ansätze, fordert von seiner Mannschaft zugleich aber die nächsten Entwicklungsschritte: „Wir arbeiten gut und die Jungs ziehen grundsätzlich mit. Aber wir brauchen noch mehr Trainingseifer. Wir sind gut, wir sind talentiert – aber Talent allein reicht nicht. Wir müssen weiter hart arbeiten.“ Ein Schwerpunkt liegt für Göhler derzeit auf der Verteidigung. „Wir müssen in der Defensive besser werden. Das ist aktuell ein echtes Thema. Da müssen wir konsequenter sein, besser kommunizieren und als Mannschaft geschlossen verteidigen.“
Drittes Viertel entscheidet die Partie
Nach dem Seitenwechsel veränderte sich das Bild. Halle erhöhte die Intensität und setzte sich mit einem starken dritten Viertel entscheidend ab. Die Gastgeber entschieden den Abschnitt mit 25:11 für sich und schufen damit die Grundlage für den später deutlichen Erfolg.
Aus Panthers-Sicht fehlte in dieser Phase vor allem die nötige körperliche Präsenz. Auch Gunter Schimpfermann sieht dort einen wichtigen Ansatzpunkt: „Ich wünsche mir mehr Physis. Dort müssen wir uns besser behaupten, gerade in den direkten Duellen und am Brett. Das ist auch deshalb wichtig, weil die Mannschaft in der Mitteldeutschen Liga nahezu identisch spielt. Wir müssen lernen, gegen körperlich starke Gegner konsequenter dagegenzuhalten.“
Trotz der schwierigen Phase setzte Tobias Görnandt wichtige Akzente. Er erzielte fünf seiner insgesamt sieben Punkte im dritten Viertel, zeigte ein starkes Reboundverhalten an beiden Enden des Feldes und übernahm Verantwortung, als die Partie zunehmend in Richtung der Gastgeber kippte.
Görnandt überzeugt – Panthers wollen nächsten Schritt machen
Im Schlussviertel verwaltete Halle den Vorsprung und gewann auch diesen Abschnitt mit 12:4. Am Ende stand ein 73:50, das vor allem durch die zweite Halbzeit zustande kam. Für die Panthers bleibt dennoch die Erkenntnis, dass sie über längere Phasen mit einem starken Gegner mithalten können.
Topscorer der Panthers war Benedikt Schimpfermann mit 17 Punkten. Neben Görnandt zeigte auch Benedikt Flegerbein ein ansprechende Partie. Für die Neuzugänge Philip Galland und Finn Caspar war es der erste Landesligaauftritt für die Panthers – beide zeigten eine solide Leistung. Für Göhler ist die Richtung klar: Die Qualität und das Talent seien vorhanden, nun gehe es darum, im Training noch konsequenter zu arbeiten und speziell defensiv stabiler zu werden. Gelingt dieser Schritt, sollen aus guten Halbzeiten künftig auch konstant gute Spiele über 40 Minuten werden.
Boxscore: Galland, Philip (0), Raetzer, Friedrich Carl (4), Schimpfermann, Benedikt (17), Cernota, Tamo (0), Caspar, Finn (3), Heckl, Jonas (2), Bollmann, Lion (2), Borrmann, Anton (4), Geppert, Karl (4), Borrmann, Theodor (0), Görnandt, Tobias (7), Flegerbein, Benedikt (7).


