Historischer Heimerfolgt für weibliche U14 – Panthers besiegen die Burg Towers zum Saisonauftakt

Die weibliche U14 der BG GutsMuths – Quedlinburg Panthers/ Martineum Halberstadt ist mit einem deutlichen Erfolg in die Landesliga-Saison 2026/27 gestartet. Gegen die Burg Towers setzte sich das Team von Trainerin Yvonne Kriseleit mit 62:24 durch. Es ist der erste Landesliga-Erfolg einer weiblichen Mannschaft in der Geschichte des Quedlinburger Basketballs.

Panthers setzen früh ein Ausrufezeichen

Die Gastgeberinnen legten vor 100 Zuschauern von Beginn an den Grundstein für den Erfolg. Mit hohem Tempo, viel Laufarbeit und konsequenter Teamdefense entschieden die Panthers das erste Viertel mit 18:0 für sich. Auch danach blieb Quedlinburg spielbestimmend. Die weiteren Viertel gingen mit 8:6, 20:12 und 16:6 ebenfalls an die Panthers.

„Ich bin mit dem Auftritt der Mannschaft sehr zufrieden. Unsere Spielerinnen sind sehr viel gelaufen, haben füreinander gearbeitet und über weite Strecken genau das umgesetzt, was wir uns Sünden Trainings vorgenommen hatten“, resümierte Kriseleit nach der Partie.

Offensiv ragte Nele-Sophia Rübenack heraus. Mit 31 Punkten erzielte sie die Hälfte aller Quedlinburger Zähler und verwandelte fünf ihrer sechs Freiwürfe. Kapitänin Hanne Kajsa Quandt kam auf acht Punkte, überzeugte ihre Trainerin aber vor allem defensiv. „Nele hat offensiv ein sehr starkes Spiel gemacht. Hanne war defensiv enorm wichtig für uns und hat viel Verantwortung übernommen“, so Kriseleit.

Einen starken Eindruck hinterließen zudem Elly Wischmann mit acht Punkten und Lara-Maria Rübenack mit sechs Zählern. Stella Saphira Vogel steuerte sieben Punkte bei, Emma Schmidt zwei.

Emotionen von der Tribüne bringen zusätzliche Schärfe

Trotz des deutlichen Spielverlaufs war die Begegnung von emotionaler Schärfe geprägt. Vor allem die mitgereisten Gästefans bewerteten den körperbetonten Spielstil sowie Schiedsrichterentscheidungen hörbar anders. Dass Basketball von der Tribüne gelegentlich nach einem etwas eigenen Regelverständnis betrachtet wird, sorgte im Nachgang durchaus für das ein oder andere Schmunzeln.

Die lautstarken Reaktionen von den Rängen brachten allerdings zeitweise auch unnötige Schärfe in eine sportlich klare U14-Partie. Die jungen Panthers ließen sich davon weitgehend nicht beeindrucken und blieben ihrer Linie treu. Kriseleit stellte in diesem Zusammenhang klar, wofür der Basketball der Panthers steht: „Moderner Basketball ist mittlerweile physisch anspruchsvoll. Wir definieren unser Spiel über Athletik, Schnelligkeit, Teamspiel und Teamdefense. Diese Grundprinzipien verinnerlichen wir bereits im Jugendbereich und verfolgen sie über alle Mannschaften hinweg.“

Physisch zu spielen bedeute dabei nicht, „unfair zu agieren, sondern konsequent zu verteidigen, schnell umzuschalten und innerhalb der Regeln körperlich präsent zu sein“, so die engagierte Trainerin, die bereits auch auf Landesebene mehrere Jugendauswahlmannschaften begleitete.

Historischer Erfolg für den weiblichen Basketball

Mit dem 62:24-Erfolg ist den Panthers nicht nur ein überzeugender Start in die neue Saison gelungen. Der Sieg markiert zugleich einen Meilenstein für den weiblichen Basketball in Quedlinburg. Die Mannschaft überzeugte dabei weniger durch Einzelaktionen als vielmehr durch ihr geschlossenes Auftreten, ihre Laufbereitschaft und die konsequente Arbeit in der Verteidigung. Für Trainerin Kriseleit war deshalb vor allem die Art und Weise des Erfolgs entscheidend. Der Auftaktsieg zeigt, dass die Nachwuchsarbeit auch im weiblichen Bereich zunehmend Früchte trägt.