U18 der Panthers blickt auf erfolgreiche Saison 2025/26 zurück: Starke Hauptrunde, Final-Four-Teilnahme und wichtige Lehren für die Zukunft

Die U18 der Panthers hat in der Saison 2025/26 sportlich ein starkes Ausrufezeichen gesetzt. Am Ende einer nahezu makellosen Hauptrunde standen acht Siege aus acht Spielen, Platz eins in der Tabelle sowie die beste Offensive und Defensive der Liga. Mit durchschnittlich 84 erzielten Punkten pro Spiel und lediglich 53 zugelassenen Punkten pro Partie unterstrich die Mannschaft eindrucksvoll ihre Qualität.

Neues Trainerduo übernimmt Verantwortung

Dabei begann die Saison zunächst mit einigen grundlegenden Fragen. „Vor der Saison stellten wir uns die Frage, wie wir die Mannschaft aufstellen und unter welchen Coaches wir sie spielen lassen“, erklärt Gunter Schimpfermann, Abteilungsleiter Basketball. „Da signalisierte René Schneider, diesen Schritt gehen zu wollen.“

Schneider, langjährig erfahrener Aufbauspieler der Herren I der Panthers und in den 2000er Jahren eines der prägenden Gesichter der heutigen SBB Baskets aus Wolmirstedt, brachte seine Expertise sofort ein. Wenig später erklärte auch Dominik Gottowik, ehemaliger Akteur in der Regionalliga und seit zwei Jahren Spieler der Herren I, seine Bereitschaft, Verantwortung als Trainer zu übernehmen. „Beide verstehen sich sehr gut und so war schnell klar, dass dieses Trainerduo die Mannschaft zum 1. August 2025 übernehmen würde“, resümiert Schimpfermann.

Makellose Hauptrunde und Final-Four-Teilnahme

Was folgte, war sportlich zunächst eine klare Angelegenheit. Bereits am ersten Spieltag setzten die Panthers ein erstes Ausrufezeichen. Beim aufstrebenden Club aus Burg, den Burg Towers, die infrastrukturell durch die SBB Baskets Wolmirstedt unterstützt werden, gelang der U18 ein überzeugender 68:44-Auswärtserfolg. Es folgte ein 82:51-Heimsieg gegen den Mitfavoriten Kalbe/Milde. Mit einem 78:45-Auswärtserfolg in Schönebeck rundeten die Panthers ihren gelungenen Saisonstart ab.

„Einige unserer Spieler waren sehr engagiert und haben auch Zusatzeinheiten im Herrenbereich oder bei der U16 I in der Mitteldeutschen Liga wahrgenommen, um sich weiterzuentwickeln“, berichtet Dominik Gottowik. Der erste echte Gradmesser wartete am vierten Spieltag in Magdeburg. Auch dort behielten die Panthers die Oberhand und gewannen auswärts mit 72:56.

In der Folge bestätigte die Mannschaft ihre Tabellenführung. Gegen die Burg Towers gelang in eigener Halle ein knapper 70:68-Erfolg, ehe weitere Siege gegen Kalbe/Milde, Schönebeck und Burg folgten. Damit qualifizierte sich die U18 verdient für das Final Four in Aschersleben. „Mit diesem Erfolg haben wir uns für das Final Four qualifiziert – mit dem Willen, den Titel zu holen“, so Gottowik.

Im Halbfinale des Final Four trafen die Panthers auf den SV Zörbig und setzten sich mit 73:64 durch. „Das war ein Arbeitssieg. Aufgrund der Kürze der Zeit konnten wir das Team mit Spielern aus der U16 vervollständigen. Das hat uns sehr geholfen“, erklärt Schneider. Besonders Fridolin Kramer mit 19 Punkten und Florian Max Gründel mit 18 Punkten zeigten eine starke Leistung. Auch Heinrich Kaus, der in dieser Saison neben der U18 auch in der Mitteldeutschen Liga und der U16 zum Einsatz kam, überzeugte mit einer abgeklärten Partie.

„Heinrich ist unwahrscheinlich talentiert, groß und bringt für sein Alter sehr viel Sachverstand mit“, lobt Gottowik. „Ich wünsche mir, dass er den nächsten Schritt geht und sich im Herrenbereich weiterentwickelt. Das Talent hat er allemal – es wäre schade, wenn nicht.“

Im Finale gegen Aschersleben mussten sich die Panthers schließlich geschlagen geben. Dabei machte sich bemerkbar, dass Akteure aus der Hauptrunde fehlten. „Im Finale waren wir deutlich unterlegen. Die Mannschaft war kaum eingespielt und wirkte müde. Das ist nachvollziehbar, wenn die Trainings in den Wochen zuvor aufgrund mangelnder Beteiligung nur sporadisch stattfinden konnten“, analysiert Gottowik.

Talent allein reicht nicht: Der nächste Schritt muss folgen

Trotz der starken Hauptrunde blieb die Saison für die Verantwortlichen nicht frei von kritischen Zwischentönen. „Dennoch hinterfragen wir uns aktiv“, betont Schimpfermann. Der Grund sei ebenso einfach wie wichtig: die Trainingsbeteiligung. „Die Trainingsbeteiligung war nicht gut, gelinde gesagt ausbaufähig“, sagt René Schneider. „In dieser Mannschaft steckte viel Potenzial, aber die Trainingseinstellung ließ zu wünschen übrig. Also was können Trainerinnen und Trainer tun, um jugendliche Akteure für Trainings zu begeistern.“ Dieses Thema zog sich aus Sicht der Trainer durch die gesamte Saison.

Gerade deshalb richtet sich der Blick der Coaches auch auf die weitere Entwicklung der Spieler. „Diese Mannschaft hat viele talentierte Spieler, die sich unbedingt im Herrenbereich messen müssen. Nur so forcieren wir weitere Entwicklung“, betont Gottowik. „Es wäre schade, wenn die Spieler auf dem Stand, den sie jetzt haben, stehen bleiben.“

Trotz der Finalniederlage bleibt die Saison ein Achtungserfolg, auf den die Verantwortlichen der Panthers stolz sein können. Die U18 dominierte die Hauptrunde, stellte die beste Offensive und Defensive der Liga und erreichte verdient das Final Four. Gleichzeitig nehmen die Verantwortlichen wichtige Erkenntnisse mit in die kommende Spielzeit.

„Diese Saison ist auch eine Lehre, dass Erfolg allein nicht zählt. Wir müssen Strukturen aktiv hinterfragen – und genau das werden wir tun“, sagt Schimpfermann. Aktuell laufen bereits die Planungen für die Saison 2026/27.

Auch für Trainer Dominik Gottowik war die Spielzeit ein wichtiger persönlicher Entwicklungsschritt. Sein nächster Erfolg ist bereits greifbar nah: Gottowik steht kurz vor dem Abschluss seiner Basketball-Trainer-C-Lizenz Leistungssport. „Für mich war die Saison sehr lehrreich. Sowohl als Spieler als auch als Trainer war sie geprägt von Höhen und Tiefen, aber auch von vielen Erfahrungen, die ich machen durfte. Genau diese Erfahrungen lasse ich in mein tägliches Tun als Trainer einfließen“, erklärt Gottowik.

Damit endet für die U18 der Panthers eine Saison, die sportlich erfolgreich war, aber zugleich wichtige Impulse für die Zukunft gegeben hat. Der Blick richtet sich nun nach vorn – auf die Saison 2026/27 und auf die weitere Entwicklung junger Talente im Verein.

Es spielten in der Saison 2025/26: Fridolin Kramer (5 Spiele/ 25,4 Punkte pro Spiel), Florian MAx Gründel (5/10,6 PPG), Nils Schreinert (5/ 9,4 PPG), Theo Lübke (3/ 37,5 PPG), Julian Schlittchen (2/ 31 PPG), Raphael Backhaus (6/ 2,5 PPG), Collin Vollmershausen (7/ 5,7 PPG), Heinrich Kaus (4/ 20 PPG), Mustafa Gaye (7/ 7,7 PPG), Tommy Jan Giebel (3/ 3,4 PPG).

Heinrich Kaus, hier am Ball gegen die Potsdam Academy beim Qualifikationsturnier der Norddeutschen Meisterschaften U16, war auch in der U18 eine verlässliche Stütze (Foto: Marko Heiroth).