Die U16 I der BG GutsMuths Quedlinburg Panthers/Martineum Halberstadt hat eine starke Saison in der Landesliga mit einem eindrucksvollen Heimsieg beendet. Im letzten Spiel der Saison gewannen die Panthers vor heimischer Kulisse gegen den BC Anhalt Dessau deutlich mit 148:52 und setzten damit noch einmal ein Ausrufezeichen hinter eine Spielzeit, die sportlich wie perspektivisch Mut macht.
Dabei nahm die Partie einen klareren Verlauf, als es viele im Vorfeld erwartet hatten. Schon im ersten Viertel erspielten sich die Panthers mit 28:19 eine Führung. Was danach folgte, war eine Demonstration aus Tempo, Intensität und Spielfreude. Das zweite Viertel entschieden die Gastgeber mit 46:6 für sich und stellten damit früh die Weichen auf Sieg. Auch nach der Halbzeit blieb die Mannschaft konzentriert und gewann die beiden weiteren Abschnitte mit 30:17 sowie 44:10.
Trainer Nestor Katsagiorgis zeigte sich nach der Partie sehr zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft. Topscorer war Jannik Matlach mit 46 Punkten. Ebenfalls überzeugten Emil Ottersberg (26), Heinrich Kaus (24) und Johannes Heiroth (18). Der U14-Nachwuchsspieler Charlie Hölzer erzielte in 25 Minuten Spielzeit zwölf Punkte; ebenso wie Alfons Krehl. Auch Jakob Möhring trug sich mit zehn Punkten in die Scorerliste ein und zeigte eine solide Leistung.
Ein Saisonstart mit frühem Fingerzeig
Der Blick zurück zeigt, dass diese Saison von Beginn an viel Spannung versprach. Zum Auftakt gewannen die Panthers beim BBC Halle mit 88:68 und untermauerten sofort ihre Ambitionen. Zwei Wochen später wartete jedoch bereits das erste Spitzenspiel beim USV Halle. Die Panthers verloren knapp mit 64:70 – eine Niederlage, die im weiteren Saisonverlauf noch Gewicht bekommen sollte. „Genau dieses Spiel beim USV Halle tat uns über die gesamte Saison weh, da wir dort lediglich das erste Viertel verschliefen und alle weiteren Viertel gewannen. Am Ende waren es genau diese Chancen, die über einen besseren Tabellenplatz entschieden haben“, erklärte Jörg Göhler im Saisonfazit.
Doch die junge Mannschaft ließ sich von diesem Rückschlag nicht aus der Bahn werfen. Es folgte eine beeindruckende Serie von vier Auswärtssiegen beim USC Magdeburg, den BSW Sixers aus Sandersdorf, beim BC Anhalt Dessau und dem BBC Halle festigten die Panthers Tabellenplatz zwei und machten deutlich, dass diese Mannschaft nicht nur Talent besitzt, sondern auch mental stark agieren kann.
Zwischen Meisterschaftstraum und überregionalem Härtetest
Bis kurz vor Saisonende blieb die Tür zur Meisterschaft offen. Am vorletzten Spieltag kam es schließlich zum entscheidenden Duell gegen den USV Halle. In eigener Halle zeigten die jungen Panthers jedoch Nerven und mussten sich mit 77:90 geschlagen geben. Damit war klar: Die Saison 2025/26 würde nicht mit der Meisterschaft, aber mit einem starken zweiten Platz in der Landesliga Sachsen-Anhalt enden. „Diese Saison war sehr zufriedenstellend für uns. Auch wenn wir durch zwei unglückliche Niederlagen am Ende auf Platz zwei gelandet sind, bin ich sehr zufrieden mit dem Auftreten der Mannschaft“, bilanzierte Trainer Nestor Katsagiorgis.
Dass dieser zweite Platz keineswegs als Enttäuschung zu bewerten ist, zeigte sich auch beim Blick über die Landesgrenzen hinaus. In der Qualifikation zu den Norddeutschen Meisterschaften bewiesen die Panthers gegen Potsdam und den VfB Hermsdorf aus Berlin, dass sie auch überregional auf Augenhöhe agieren können. Lediglich der Primus ALBA Berlin zeigte allen Beteiligten, welches Niveau durch harte Arbeit, intensives Training und konsequente Weiterentwicklung noch erreichbar ist. Gerade diese Erfahrungen machen die Saison besonders wertvoll. Die Panthers haben nicht nur Spiele gewonnen, sondern gelernt, was es braucht, um auf höherem Niveau bestehen zu können. Sie haben enge Spiele erlebt, Rückschläge verarbeitet und zugleich gezeigt, dass sie gegen starke Gegner mutig auftreten können.
Talente mit Perspektive für den Herrenbereich
Besonders erfreulich war die individuelle Entwicklung zahlreicher Spieler. Jannik Matlach war mit durchschnittlich 32 Punkten pro Spiel Topscorer der gesamten Liga. Auch Claas Stühff (22 Punkte pro Spiel), Heinrich Kaus (20) und Emil Ottersberg (12), Johannes Heiroth (9) und Jakob Möhring (6) zeigten über die Saison hinweg sehr ansprechende Leistungen. Hinzu kamen wertvolle Einsätze junger Spieler aus dem U14-Bereich. Diego Stagge und Charlie Hölzer erzielten jeweils knapp sechs Punkte pro Spiel. Beide nehmen zentralen Rollen in der U14 I ein und bestätigten ihre Entwicklung auch in der höheren Altersklasse. Leon Kühnau, ebenfalls Stammspieler der U14 und regelmäßig in der U16 eingesetzt, kam auf fünf Punkte pro Spiel. Ben Sommer überzeugte mit zehn Punkten pro Partie, während Alfons Krehl mit durchschnittlich fünf Punkten pro Spiel eine zuverlässige und konstante Saison absolvierte.
Für Trainer Katsagiorgis ist diese Entwicklung ein wichtiges Signal für die kommenden Jahre. „Wir verfügen in diesem Jahrgang über außerordentliche Talente, die ein sehr gutes Spielverständnis und eine starke Physis mitbringen. Es wäre schade, wenn sie lediglich im Jugendbereich verbleiben würden. Unser Ziel ist es, genau mit diesem Spielermaterial auch den Herrenbereich zu stabilisieren“, so der Trainer.
Gleichzeitig richtet sich der Blick bereits nach vorn. Die jungen Spieler sollen im Sommer gezielt an den Herrenbereich herangeführt werden. Perspektivisch geht es darum, den nächsten Schritt in Richtung Herren-Oberliga vorzubereiten. „Ich wünsche mir, dass die Jungs noch mehr Eigenmotivation zeigen, diesen nächsten Schritt zu gehen. Sie bringen das Talent und die Willensbereitschaft mit. Wir werden uns im Sommer gemeinsam entsprechend vorbereiten und die jungen Spieler gezielt an den Herrenbereich heranführen“, erklärte Katsagiorgis. Auch Abteilungsleiter Basketball Jörg Göhler sieht in dieser Saison mehr als nur einen sportlichen Erfolg. „Unser Ziel ist es, neben dem Minibereich auch den Jugendbereich weiter zu stabilisieren und einen nachhaltigen Eindruck auf der überregionalen Basketballlandkarte zu hinterlassen“, so Göhler.
Damit endet für die U16 I eine Saison, die weit mehr war als eine Sammlung guter Ergebnisse. Sie war ein Entwicklungsschritt für eine Mannschaft, die sportlich gewachsen ist, Charakter gezeigt hat und zugleich Perspektiven für den gesamten Basketballstandort Quedlinburg/Halberstadt eröffnet. Platz zwei in der Landesliga Sachsen-Anhalt ist dabei nicht nur ein starkes Ergebnis, sondern auch ein Versprechen für die Zukunft.
Foto: Die U16 I nach der Vizemeisterschaft v.l.n.r. Nestor Katsagiorgis (Coach), Jannik Matlach, Jakob Möhring, Emil Ottersberg, Johannes Heiroth, Heinrich Kaus, Charlie Hölzer, Alfons Krehl (Foto: Marko Heiroth).

