Mädchenbasketball ist zurück: U14-weiblich mit Premierensaison

Mit Mut, Teamgeist und großer Begeisterung hat die weibliche U14 der BG GutsMuths Quedlinburg Panthers / Martineum Halberstadt ihre erste Saison im organisierten Spielbetrieb beendet. Nach rund 20 Jahren stand damit erstmals wieder eine weibliche Mannschaft des Vereins regelmäßig auf dem Spielfeld — ein starkes Signal für den Basketball in der Region.

Zum Abschluss der Premierensaison trafen die Spielerinnen auf den 1. Magdeburger BC. Auch wenn die Partie mit 38:61 verloren ging, zeigte das Team erneut, wie groß die Entwicklung in den vergangenen Monaten war. Die Spielerinnen traten mutiger auf, suchten selbstbewusst ihre Chancen und bewiesen bis zum Ende großen Einsatz. Das Ergebnis war an diesem Tag zweitrangig. Im Mittelpunkt stand eine Mannschaft, die in ihrer ersten Saison sichtbar zusammengewachsen ist.

Eine Premierensaison mit besonderer Bedeutung

Die Saison 2025/26 war für die weibliche U14 ein echter Neuanfang. Zu Saisonbeginn wurde die Mannschaft von Nadine Ahlers betreut, später übernahm die lizensierte Trainerin Yvonne Kriseleit das Team. Neben der U14 weiblich trainiert sie auch die Kinder der kleinen Ballschule im Alter von vier bis sieben Jahren sowie die U10.

Abteilungsleiter Gunter Schimpfermann zeigt sich darüber sehr erfreut: „Wir sind natürlich sehr glücklich, dass wir Yvonne als Trainerin gewinnen konnten. Sie bringt Erfahrung, Ruhe und sehr viel Fachkompetenz mit. Gerade für den Aufbau im weiblichen Bereich ist das ein enorm wichtiger Faktor.“

Besonders bemerkenswert: Die Panthers stellten mit Abstand die jüngste Mannschaft der Liga. „Viele Spielerinnen sind erst zwölf Jahre alt oder jünger, alle absolvierten ihre erste Saison im organisierten Spielbetrieb“, so Kriseleit. Gegnerinnen waren der SC Osterwieck, die Baskets Wolmirstedt und der 1. Magdeburger BC. Alle Teams spielten außer Konkurrenz, da die Leistungsdichte im weiblichen Nachwuchsbereich noch nicht so breit gestaffelt ist wie im männlichen Bereich.

Für Schimpfermann ist genau das der richtige Weg: „Für uns steht klar im Vordergrund, dass die Spielerinnen Spielpraxis bekommen. Alleiniges Training reicht für eine echte Entwicklung nicht aus. Das Erlernte muss im Spielbetrieb angewendet werden. Deshalb war es absolut richtig und wichtig, eine weibliche Mannschaft zu melden — auch wenn der Großteil unserer Spielerinnen noch sehr jung ist.“

Lara Rübenack (am Ball) und Elly Wischmann (re.) sind wesentliche Eckpfeiler des Teams und trainieren auch in der U12 und U14 (Foto: Marko Heiroth)

Von Spiel zu Spiel gewachsen

Der Saisonverlauf zeigt eindrucksvoll, welchen Weg die Mannschaft genommen hat. Das erste Spiel beim SC Osterwieck ging noch deutlich mit 26:93 verloren. Doch bereits bei der nächsten Partie gegen die Baskets Wolmirstedt waren klare Fortschritte erkennbar. Ein besonderer Moment war die knappe 34:39-Niederlage gegen den 1. Magdeburger BC, bei der die jungen Spielerinnen ihre bis dahin beste Saisonleistung zeigten.

Auch in den weiteren Spielen wurde sichtbar, dass das Team immer besser mit Tempo, Körperlichkeit und Spielsituationen umgehen konnte. Ob beim 46:72 in Osterwieck, beim 50:68 in Magdeburg oder in den letzten Begegnungen gegen Wolmirstedt und Magdeburg: Die Mannschaft wurde mutiger, strukturierter und selbstbewusster.

Nele Rübenack (am Ball) ist die Führungsspielerin der U14 weiblich (Foto: Marko Heiroth)

Eine zentrale Rolle übernahmen Nele Rübenack und Hanne Quandt. Beide sammelten in dieser Saison fast 30 Spiele in der U12 und U14 weiblich und brachten damit wichtige Erfahrung ein. Trainerin Yvonne Kriseleit sagt: „Nele Rübenack und Hanne Quandt bringen natürlich die meiste Spielerfahrung mit. Nele punktet mit rund 15 Punkten pro Spiel zweistellig und ist eine wesentliche Leistungsträgerin. Hanne überzeugt durch ihre teamdienliche Spielweise, etwa fünf Punkte pro Spiel und enormen Einsatz an beiden Enden des Feldes.“ Doch auch Klara Möhring, Thea Ritzau, Stella-Saphira Vogel, Elly Wischmann und Lara Rübenack machten sichtbar Fortschritte. Alissa Schneider war sogar bei allen neun Saisonspielen aktiv und zeigte damit große Verlässlichkeit.

Trainerin Kriseleit zieht ein positives, aber auch ehrliches Fazit: „Ich bin sehr stolz darauf, diese erste Saison gemeinsam mit der Mannschaft absolviert zu haben. Wir stellen mit Abstand die jüngste Mannschaft der Liga, viele Spielerinnen lernen den Spielbetrieb gerade erst kennen. Umso schöner ist es zu sehen, wie mutig die Mädchen auftreten, wie sie sich gegenseitig unterstützen und wie groß ihre Fortschritte bereits jetzt sind. Wichtig ist aber auch: Wir müssen insbesondere aus Niederlagen lernen. Was nicht geht, ist den Kopf hängen zu lassen. Gerade in kritischen Momenten müssen wir nach vorne schauen und positiv bleiben.“

Der Blick geht nach vorn

Die erste Saison war für die Spielerinnen kräftezehrend, aber enorm wertvoll. Auswärtsfahrten, Wettkampfdruck, körperlich stärkere Gegnerinnen und das Umsetzen von Trainingsinhalten im Spiel waren für viele neu. Genau diese Erfahrungen bilden nun die Grundlage für den nächsten Schritt.

Alissa Schneider (am Ball) ist die jüngste Spielerin im Team und absolvierte alle Spiele (Foto: Marko Heiroth)

Ein wichtiger Baustein für die weitere Entwicklung wird weiterhin das Trainingsengagement sein. „Einige Spielerinnen trainieren bereits zusätzlich bei der U12 und U14 männlich mit. Diese Einheiten sind besonders wertvoll, weil sie Tempo, Körperlichkeit und Entscheidungsverhalten fördern“, so die Trainerin, die hier den entscheidenden Ansatzpunkt sieht: „Mein Wunsch ist, dass das Trainingsengagement insgesamt zunimmt. Jede zusätzliche Einheit hilft den Spielerinnen enorm. Einige trainieren bereits bei der U12 und U14 männlich mit. Das sind wertvolle Trainingseinheiten, die sie signifikant besser machen. Genau solche Erfahrungen brauchen wir, um den nächsten Entwicklungsschritt zu gehen.“

In der Saison 2026/27 wird die Mannschaft voraussichtlich in einer größeren Staffel mit mehr Spielen antreten. Die Verantwortlichen sind überzeugt, dass die Spielerinnen dann deutlich gefestigter und reifer auftreten werden. Gunter Schimpfermann blickt optimistisch voraus: „Wir sind sehr stolz auf diese Mannschaft. Die erste Saison war für alle Beteiligten anspruchsvoll, aber enorm wichtig. In der kommenden Spielzeit werden wir einen großen Fortschritt bei den Spielerinnen erkennen. Sie haben jetzt Erfahrungen gesammelt, auf denen wir aufbauen können. Wir werden eine andere, reifere Mannschaft im weiblichen Bereich sehen, die sich auch gegen andere Gegnerinnen behaupten kann.“

Am Ende bleibt mehr als eine Bilanz aus Ergebnissen. Die weibliche U14 hat gezeigt, dass Mädchenbasketball in Quedlinburg und Halberstadt wieder lebt. Aus einer Premierensaison ist ein Versprechen geworden: Diese Mannschaft hat gerade erst begonnen.

Klara Möhring überzeugte ebenso wie alle anderen Spielerinnen in ihrer ersten Saison (Foto: Marko Heiroth)