Eine außergewöhnlich intensive Basketballwoche hat die U14 von Trainer Nestor Katsagiorgis hinter sich. Die Mannschaft absolvierte binnen sieben Tagen gleich drei Spiele in zwei Wettbewerben – zweimal in der Mitteldeutschen Liga (MDL) und einmal in der Landesliga Sachsen-Anhalt. Dieses Pensum verlangte den jungen Spielern alles ab und ist als außerordentlich starke Leistung der gesamten Mannschaft zu bewerten.
Starker Auftakt gegen Dresden bleibt unbelohnt
Zum Auftakt empfingen die Panthers in der Mitteldeutschen Liga die Dresden Titans. In der Sporthalle des Gymnasiums Martineum entwickelte sich ein intensives Spiel, in dem die Gastgeber über weite Strecken auf Augenhöhe agierten. Nach einem starken Start führten die Panthers nach dem ersten Viertel mit 22:19. Auch zur Halbzeit lagen sie knapp mit 50:48 vorn. Nach dem dritten Viertel betrug die Führung sogar 69:63. Erst im Schlussabschnitt drehten die Gäste aus Dresden die Partie mit einem 26:11-Lauf und setzten sich am Ende mit 89:80 durch.
Trotz der Niederlage überzeugten mehrere Spieler mit starken Leistungen. Ben Sommer war mit 27 Punkten bester Werfer der Panthers. Charlie Hölzer erzielte 24 Punkte, Diego Stagge kam auf 18 Zähler. Noah Hübner Bellmunt steuerte 7 Punkte bei. Die Partie zeigte bereits, dass die Mannschaft weiterhin in der MDL konkurrenzfähig ist.
Reaktion in der Landesliga: Heimsieg gegen Magdeburg
Nur vier Tage später folgte die passende Antwort in der Landesliga Sachsen-Anhalt. Gegen den USC Magdeburg setzte sich die U14 in eigener Halle in einem hochspannenden Offensivduell mit 99:95 durch. Die Panthers entschieden das erste Viertel knapp mit 22:21 für sich und gingen mit einer 45:41-Führung in die Halbzeitpause. Im dritten Viertel spielte die Mannschaft ihre stärkste Phase und baute den Vorsprung durch ein 28:21 auf 73:62 aus. Zwar kam Magdeburg im letzten Abschnitt mit 33 Punkten noch einmal eindrucksvoll zurück, doch die Gastgeber behielten in der Schlussphase die Nerven und sicherten sich den verdienten Heimsieg.
Überragender Akteur auf Seiten der Panthers war Leon Kühnau, der 31 Punkte erzielte. Charlie Hölzer steuerte 25 Punkte bei und zeigte wie Diego Stagge mit 24 Punkten, dass beide zu den offensiven Eckpfeilern der U14 gehören. Benedikt Schimpfermann erzielte 10 Punkte; Tobias Görnandt mit 5 Punkten, Benedikt Flegerbein mit 2 Punkten und Noah Hübner Bellmunt mit 2 Punkten überzeugten durch mannschaftsdienliches Spiel. Leider trafen die Panthers nur 14 von 33 Freiwürfen – ein roter Faden, der sich durch die gesamte Saison zieht. Dennoch bewiesen sie gerade in der entscheidenden Phase starke Nerven und verwandelten in den letzten zwei Minuten alle sechs Freiwürfe.
Drittes Spiel binnen sieben Tagen gegen starkes Gotha
Am Sonntag, 03. Mai, stand schließlich das dritte Spiel innerhalb von sieben Tagen an. Erneut ging es in der Mitteldeutschen Liga in eigener Halle gegen einen hochklassigen Gegner: BiG Gotha. Die Panthers starteten mutig und hielten im ersten Viertel gut dagegen. Gotha entschied den ersten Abschnitt nur knapp mit 27:23 für sich. Im zweiten Viertel erhöhten die Gäste deutlich das Tempo und erspielten sich bis zur Halbzeit eine 68:43-Führung. Nach dem dritten Viertel stand es 53:78 aus Sicht der Panthers; spätestens jetzt zeigte sich der körperliche Verschleiß der letzten Spiele. Gotha spielte im Schlussabschnitt weiter konsequent und punktete Angriff für Angriff. Am Ende stand ein deutliches 71:120.
Auch in dieser Partie gab es auf Seiten der Panthers positive individuelle Leistungen. Leon Kühnau übernahm erneut Verantwortung und erzielte 30 Punkte. Noah Hübner Bellmunt kam auf 14 Punkte, Charlie Hölzer auf 10 Punkte, Diego Stagge auf 9 Punkte und Benedikt Schimpfermann auf 6 Punkte. Ihnen fehlte an diesem Tag jedoch phasenweise das Wurfglück – und sichtbar auch die notwendige Frische. Benedikt Flegerbein erzielte 2 Punkte.
Trainer Katsagiorgis: „Ein großer Schritt nach vorne“
Erneutes Manko blieb die Freiwurfquote. Gegen Gotha trafen die Panthers nur die Hälfte ihrer Versuche von der Linie. „Das sind Geschenke, die wir zu selten annehmen. Daran werden wir intensiv arbeiten müssen“, sagte Trainer Nestor Katsagiorgis mit Blick auf die 14 verwandelten Freiwürfe bei 28 Versuchen. Die intensive Woche ordnete Katsagiorgis trotz der hohen Belastung sehr positiv ein: „Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft. Die Jungs haben in diesen drei Spielen vieles von dem umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Natürlich hat man im dritten Spiel gesehen, dass dieses Pensum Kraft kostet. Gerade in der zweiten Halbzeit gegen Gotha hat uns die nötige Frische gefehlt. Das ist aber überhaupt kein Vorwurf – im Gegenteil: Für die Entwicklung der Spieler war diese Woche ein großer Schritt nach vorne. Sie haben gezeigt, dass sie bereit sind, sich auf höchstem Niveau solchen Belastungen zu stellen.“
Klares Signal für die Entwicklung des Basketballstandorts
Für die Verantwortlichen der BG GutsMuths Quedlinburg Panthers/Martineum Halberstadt unterstreicht diese Spielwoche die Bedeutung der Teilnahme an der Mitteldeutschen Liga. Abteilungsleiter Jörg Göhler ist sich bewusst, dass die „Vielzahl an Spielen gegen qualitativ hochwertige Gegner signifikante Entwicklungsschritte ermöglicht – nicht nur bei den Spielern, sondern auch bei den Trainern. Die hohe Intensität, das Tempo und die körperliche Herausforderung auf diesem Niveau sind wichtige Bausteine für die sportliche Weiterentwicklung.“
Auch Gunter Schimpfermann sieht darin einen wichtigen Weg für die Zukunft. Besonders in den jungen Jahrgängen U13 und U14 soll weiterhin der Anspruch bestehen, Mannschaften für die Mitteldeutsche Liga zu melden. Die Bündelung der besten Spieler eines Jahrgangs aus der Region in einer gemeinsamen Mannschaft passe hervorragend zum Konzept der BG GutsMuths Quedlinburg Panthers/Martineum Halberstadt. Ziel sei es, talentierten Spielern frühzeitig anspruchsvolle Wettkampferfahrungen zu ermöglichen und sie dauerhaft auf höherem Niveau zu fördern.
So bleibt trotz zweier Niederlagen und eines Sieges vor allem eine Erkenntnis: Die U14 der BG GutsMuths Quedlinburg Panthers/Martineum Halberstadt hat in sieben Tagen eindrucksvoll gezeigt, wie viel Potenzial, Einsatzbereitschaft und Entwicklungskraft in dieser Mannschaft steckt. Das absolvierte Pensum war kräftezehrend, aber sportlich wertvoll – und ein klares Signal für die positive Entwicklung des Basketballstandorts in Quedlinburg und Halberstadt.



