Panthers United holen Gold bei Special Olympics-Turnier in Erfurt

Mit einer kleinen Delegation von sieben Spielerinnen und Spielern haben die GutsMuths Panthers United beim 2. Special Olympics Basketball-Turnier Thüringen in Erfurt einen großen Erfolg gefeiert. Die inklusive Basketballmannschaft der BG GutsMuths Quedlinburg Panthers und des Martineums Halberstadt gewann am Ende ihre Gruppe und durfte sich über Goldmedaillen freuen.

Bereits bei der Erstauflage des Turniers im vergangenen Jahr war das Team in Erfurt vertreten und hatte dort den dritten Platz belegt. Diesmal gelang sogar der Sprung ganz nach oben auf das Siegerpodest. Dabei mussten die Panthers United auf einige wichtige Kräfte verzichten. So fiel unter anderem Anja Schmidt aus, die sich eine Woche vor dem Turnier den Unterarm gebrochen hatte.

Bei Special Olympics-Wettbewerben erfolgt zunächst eine Klassifizierungsrunde. Dabei werden die Mannschaften entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit eingeteilt, da die Unterschiede innerhalb der Teams teils erheblich sein können. Für die Panthers United ergab sich daraus eine Gruppe mit den Rastatt Pioneers, den Dresdner Titans und Schloss Hoym.

Mit einem Auftaktsieg gegen Rastatt startete die Mannschaft erfolgreich in das Turnier und sammelte Selbstvertrauen für die weiteren Begegnungen. Vor allem Christopher Arnold und Jason Oertel präsentierten sich in starker Form und prägten das Spiel der Quedlinburger. Auch Jürgen Kohl zeigte großen Einsatz und sicherte wichtige Rebounds.

Im Spiel gegen die Dresdner Titans musste sich das Team nur knapp geschlagen geben. Ausschlaggebend war vor allem, dass gute Möglichkeiten nicht konsequent in Punkte umgewandelt werden konnten. Damit kam dem abschließenden Spiel gegen Schloss Hoym entscheidende Bedeutung zu.

Der Gegner begann stark und lag zur Halbzeit in Führung. Doch die Panthers United hielten dagegen, verteidigten entschlossen und suchten immer wieder den Weg zum Korb. Mehrfach konnten ihre Angriffe nur durch Fouls gestoppt werden. Da im Turniermodus wegen der durchlaufenden Zeit keine Freiwürfe ausgeführt werden, wurde jedes Foul direkt mit einem Punkt gewertet. Am Ende stand ein knapper, aber umso wichtigerer 7:6-Erfolg für die Quedlinburger.

Welche Bedeutung dieses Ergebnis hatte, wurde erst bei der Siegerehrung deutlich. Zunächst hatte das Team auf Rang zwei gehofft. Umso größer war die Freude, als die GutsMuths Panthers United als Sieger ihrer Gruppe aufgerufen wurden. Die Begeisterung über den Turniersieg und die goldenen Medaillen war entsprechend groß.

Trainer Konrad Sutor zeigte sich stolz auf seine Mannschaft: „Das zeigt, dass wir uns weiterentwickelt haben. Trotz mancher Probleme haben wir immer gekämpft und waren um Lösungen bemüht. Wenn wir beim nächsten Training den anderen vom Turnier berichten, wird es sie ebenfalls ermutigen, weiter fleißig zu üben.“

Die Trainingsgruppe wünscht sich weiterhin, noch inklusiver spielen zu können. Deshalb freuen sich die Panthers United über weitere Mitspielende ohne Behinderung. Interessierte können sich in der Geschäftsstelle unter 03946 528730 melden.