Die U16 II der GutsMuths Quedlinburg Panthers / Martineum Halberstadt hat einen knappen, aber richtungsweisenden Auswärtserfolg gefeiert. In einem hochintensiven Spiel mit permanenten Führungswechseln setzten sich die Panthers bei den Aschersleben Tigers mit 95:93 durch. Mit diesem Sieg bleibt die U16 II Tabellenführer – mit fünf Siegen und einer Niederlage.
Spielverlauf: Ständige Führungswechsel, Drama bis zum Schluss
Die Begegnung hielt, was sie versprach: 17 Führungswechsel – ein echter Schlagabtausch, der die Zuschauer bis zur letzten Aktion in Atem hielt. Die Panthers starteten ordentlich und entschieden das erste Viertel mit 24:21 für sich. Im zweiten Abschnitt schlugen die Tigers zurück (24:30), dennoch nahmen die Gäste eine knappe 51:48-Führung mit in die Halbzeitpause.
Nach dem Seitenwechsel fanden die Panthers defensiv besser in die Partie und setzten im dritten Viertel ein wichtiges Ausrufezeichen (23:16). Doch Aschersleben blieb dran, forcierte im Schlussviertel erneut das Tempo und – das Spiel blieb spannend. Am Ende behielten die Panthers die Nerven, trafen in den entscheidenden Momenten die besseren Entscheidungen und brachten den 95:93-Erfolg über die Zeit.
Teamleistung Panthers: Fünf Spieler zweistellig – Breite als Schlüssel
Während Aschersleben vor allem durch die außergewöhnliche Einzelleistung von Ben Gille (66 Punkte) gefährlich blieb, überzeugten die Panthers mit mannschaftlicher Geschlossenheit. Fünf Spieler punkteten zweistellig, ein klarer Beleg für die Rolle des Teams in diesem Sieg. Auch an der Freiwurflinie gab es wichtige Zähler: Insgesamt trafen die Panthers 7 von 12 (58 %). Solide Werte – gleichzeitig aber ein Bereich, der in engen Spielen noch mehr Sicherheit bringen kann.
Auffällig: Die Tigers trafen zehn Dreipunktewürfe, während die Panthers lediglich auf 4 erfolgreiche Dreier namens Umso höher ist der Sieg einzuordnen: Die Panthers kompensierten das Defizit von der Dreierlinie durch konsequentes Teamspiel und eine hohe Einsatzbereitschaft über alle Viertel.
Trainer Ellapu: „Gut gespielt – aber Angriff zu wechselhaft, Defensive noch nicht auf Wunsch-Niveau“
Trainer Abhishek Ellapu zeigte sich insgesamt zufrieden, blieb in seiner Einordnung aber bewusst klar und fordernd. „Die Spieler haben sehr gut gespielt, aber unsere Offense war ein Auf und Ab – es fehlte teilweise die Konstanz. Defensiv sind wir noch nicht auf dem gewünschten Niveau, insgesamt war es aber in Ordnung“, bilanzierte er. Trotz des wichtigen Sieges sehe er weiterhin Entwicklungsbedarf: „In manchen Situationen fehlt Selbstvertrauen, die Entscheidungen sind nicht immer konstant gut. Die Spieler haben großes Potenzial, können es im Spiel aber noch nicht vollständig abrufen – wir sind weiterhin in einem Lernprozess.“
Gleichzeitig überwog bei Ellapu der Stolz auf die Mentalität seines Teams: „Ich bin sehr glücklich mit der Leistung. Die Mannschaft hat in dieser Saison definitiv gelernt: Sie gibt nie auf und kämpft sich immer wieder zurück. Darauf bin ich wirklich sehr stolz.“ Genau dieses „Nie aufgeben“ war im Spiel mit den vielen Führungswechseln entscheidend: Die U16 II blieb stabil, kam nach schwierigen Phasen zurück und setzte in den Schlüsselmomenten die Akzente.
Dabei gehörte auch ein klarer Respekt zum Gesamtbild: Die Panthers würdigten die überragende Leistung von Ben Gille (66 Punkte) ausdrücklich. Zugleich zeigte die Partie, was Basketball ausmacht: Ein einzelner Spieler kann ein Spiel prägen – entscheiden muss es am Ende meist die Mannschaft.
Es spielten: Ben Sommer (28 Punkte), Johannes Wode (25), Nils Schreinert (16), Collin Schwarz (12), Hugene Eickner (10), Len Düsing (4).

