Es ist das letzte Spiel der Oberliga-Saison – und für die BG GutsMuths Quedlinburg Panthers/Martineum Halberstadt zugleich das wichtigste: Am Samstagabend (19:00 Uhr) empfangen die Panthers den USC Magdeburg in der Bodelandhalle. Früher Playoff-Basketball auf höchstem Niveau, doch dieses mal geht es im direkten Duell um nichts weniger als den Klassenerhalt. Die Ausgangslage ist klar: Die Panthers stehen mit fünf Siegen und acht Niederlagen auf Tabellenplatz sechs. Direkt dahinter rangiert der USC Magdeburg – mit identischer Bilanz – auf Platz sieben. Damit wird der Saisonabschluss zum Endspiel, in dem Kleinigkeiten und Nervenstärke entscheiden können.
Dass es am letzten Spieltag noch immer so brisant ist, unterstreicht die Qualität der Spielzeit. Die diesjährige Oberliga-Saison gilt als eine der leistungsstärksten der vergangenen Jahre: Viele Partien verliefen ausgeglichen, die Leistungsdichte war hoch – und genau das sorgt dafür, dass im Tabellenkeller bis zum Schluss keine Entwarnung möglich ist. „Gewinnen wir die vier knappen Spiele während der Saison, die wir selbstverschuldet liegen lassen haben, würden wir auf Platz zwei der Tabelle stehen. Dies ist aber nicht der Fall und deshalb müssen wir uns da raus arbeiten“, resümiert Gunter Schimpfermann, Abteilungsleiter Basketball und zugleich tragende Säule des Teams.
Zusätzliche Brisanz erhält die Schlussphase der Saison durch eine Debatte, die derzeit in Vereinskreisen geführt wird. Hintergrund ist die überraschende Niederlage des Tabellenführers Wolmirstedt (zehn Siege, drei Niederlagen) unter der Woche gegen den USC Magdeburg. Wolmirstedt trat dabei ausschließlich mit Reservespielern an. Kritiker sehen in der Konstellation eine mögliche Wettbewerbsverzerrung, da der USC als Kooperationspartner davon profitiert haben könnte. Formal ist die Partie regelkonform – doch die Frage nach der sportlichen Moral steht im Raum. Vor dem Hintergrund der Ehrenkodizes des Deutschen Olympischen Sportbundes bleibt bei einigen ein „Geschmäckle“.
Bei den Panthers will man sich davon jedoch nicht ablenken lassen. Trainer Nestor Katsagiorgis begegnet dem Thema pragmatisch: „Wir lassen uns von dem Thema nicht beirren und gehen konzentriert in das Spiel.“ Für das Saisonfinale kündigt er zudem personelle Verstärkungen an: „Unser Kader wird alles aufbieten, um dieses Spiel zu gewinnen. So werden René Schneider und Gunter Schimpfermann genesen zurückkehren. Ebenso wird Ex-Kapitän Sebastian Lindenberg nach Knie-OP und 13 Monaten Pause im Spielbetrieb zurückkehren und aktiv ins Spielgeschehen eingreifen.“
Sportlich dürfte vor allem die Defensive zum Schlüssel werden. Bereits im letzten Spiel in Halle zeigten die Panthers, wie Stabilität den Weg weist: In der zweiten Halbzeit ließ das Team lediglich 18 Punkte zu und stellte die Weichen damit über konsequente Verteidigung. An diese Leistung will man nun anknüpfen. Offensiv bleibt Alexander Helten der Fixpunkt. Mit 25 Punkten pro Spiel ist er Topscorer der Oberliga. Entscheidend wird jedoch sein, wie gut ihn seine Mitspieler unterstützen. In den vergangenen Partien gelang das zunehmend – insbesondere durch Dustin Fessel und Dominik Gottowik. Letzterer überzeugte in Halle mit starker Wurfquote und wichtigen Treffern von außen.
Neben der sportlichen Vorbereitung setzt der Verein auf den Rückhalt von den Rängen. „Wir hoffen auf eine volle Halle. Der Support der Zuschauer ist immens wichtig für uns. Kommt die Stimmung auf, wird das Team auch in Spielfluss kommen“, fordert Gunter Schimpfermann die lautstarke Unterstützung ein. Für die Panthers zählt nur ein Ziel – der Sieg, um den Abstieg zu verhindern.



