Panthers verschenken Heimsieg nach starker erster Halbzeit – 78:85 gegen VfL Kalbe/ Milde

Die Herren I der BG GutsMuths Quedlinburg Panthers/Martineum Halberstadt musste trotz einer überzeugenden ersten Halbzeit eine bittere 78:85-Niederlage gegen den VfL Kalbe/ Milde hinnehmen. Nach taktisch sehr disziplinierter erster Halbzeit und zwischenzeitlichem 15-Punkte-Polster kippte die Partie im dritten Viertel – am Ende stand ein Spiel, das die Harzer aus Sicht ihres Trainers unnötig aus der Hand gaben.

Die Panthers setzten die Vorgaben vor allem in den ersten 20 Minuten stark um: aggressiv, aufmerksam und mit klarer Zuordnung in der Defense. „Kalbe bekam wenig freie Würfe von außen. In dieser Phase haben wir uns ein gutes 15-Punktepolster erarbeitet, dieses aber im dritten Viertel hergeschenkt“, bilanzierte Trainer Nestor Katsagiorgis. Der Lohn: ein dominantes erstes Viertel (24:11) und eine verdiente Pausenführung (44:33).

Nach dem Seitenwechsel folgte jedoch die Negativwende. Kalbe erhöhte den Druck, traf in der entscheidenden Phase konsequent und nutzte die Unkonzentriertheiten der Panthers. Das dritte Viertel ging deutlich an die Gäste (18:29), der Vorsprung war dahin – beim 62:62 war alles wieder offen. Aus Sicht der Harzer zeigte sich dabei auch, dass auf dem Feld noch Erfahrung fehlt, um ein enges Spiel routiniert zu Ende zu bringen.

Entsprechend deutlich fiel Katsagiorgis’ Analyse aus: „Kalbe hat das Spiel nicht gewonnen. Wir haben es hergeschenkt und uns durch Unkonzentriertheiten aus der Hand nehmen lassen“, so der sichtlich bediente Coach. Tatsächlich ließen die Panthers in dieser Phase zu viele einfache Punkte liegen: Nach Einwürfen wurden Korbleger – sowohl im direkten Eins-gegen-Eins als auch frei vor dem Korb – mehrfach sträflich vergeben. „In Summe fehlen dadurch locker 14 Punkte. Eine Differenz, die uns den Sieg eingebracht hätte“, so Katsagiorgis weiter.

Trotz des enttäuschenden Endes gab es klare Lichtblicke: Topscorer Alexander Helten ging voran und erzielte 29 Punkte. Aufgrund des krankheitsbedingten Ausfalls von René Schneider sprangen Dominik Gottowik und Gunter Schimpfermann stark ein und steuerten je 12 Punkte bei. Schimpfermann, der taktisch als „sechster Mann“ eingeplant war, brachte mit seinen Kurzeinsätzen wiederholt Ruhe und Stabilität. Ebenfalls überzeugend: Dustin Fessel mit 14 Punkten.

Positiv aus Trainersicht zudem: Die jungen Spieler erhielten viel Einsatzzeit und sammelten wichtige Minuten im Herrenbereich – der 15-jährige Jannik Matlach und Timon Hilse kamen jeweils auf acht Minuten, Bachir Gaye auf 15 Minuten und Jacques Nga-Omgba auf gut 20 Minuten Spielzeit.

Fü die Panthers bleibt die Erkenntnis, dass 35 gute Minuten nicht ausreichen. Die Leistung der ersten Halbzeit macht Mut – die fehlende Konsequenz nach der Pause kostete jedoch einmal mehr einen bereits greifbaren Heimsieg.

Dominik Gottowik (li.) und Dustin Fessel zeigten defensive Konstanz insbesondere in der ersten Halbzeit (Foto: Marko Heiroth)