Die Herren II der BG GutsMuths Quedlinburg Panthers / Martineum Halberstadt haben in der Landesliga ein deutliches Zeichen gesetzt. In der Bodelandhalle gewann das Team gegen die Hanse Baskets Salzwedel klar mit 90:55 und verbessert sich damit auf Platz 7 der Landesliga-Tabelle. Grundlage für den Erfolg waren ein energischer Start, konsequent hohes Tempo über die gesamte Spielzeit sowie eine geschlossene Teamleistung, die sich auch im Box Score widerspiegelt.
Blitzstart mit Druck und Geschwindigkeit
Die Panthers kamen mit hoher Intensität aus der Kabine und machten von Beginn an deutlich, dass sie das Spiel kontrollieren wollten. Mit frühem Druck auf den Ball, schnellem Umschaltspiel und konsequentem Zug zum Korb erspielten sie sich bereits im ersten Viertel eine klare Führung (26:15). Im zweiten Abschnitt legten die Panthers noch einmal zu, fanden immer wieder gute Abschlüsse und gingen mit einer 55:35-Halbzeitführung in die Pause.
Trainer Vinzent Kramer war mit dem Auftakt besonders zufrieden: „Heute hat das Team ein Ausrufezeichen gesetzt. Wir haben es am Anfang geschafft, den Gegner dauerhaft unter Druck zu setzen. Somit konnten wir gleich den Ton bestimmen und uns gut absetzen.“ Ein entscheidender Vorteil: Die Panthers konnten personell aus dem Vollen schöpfen. „Da wir vollzählig waren, konnten wir das Tempo konstant hochhalten“, erklärte Kramer. Genau das war über das ganze Spiel sichtbar – die Intensität blieb hoch, die Beine frisch, und Salzwedel fand kaum Phasen, in denen sich das Spiel beruhigte.
Box Score: Nga-Omgba überragt – starke Breite dahinter
Der Blick auf den Box Score zeigt sowohl den herausragenden Einzelauftritt als auch die Breite im Kader. Jacques Emmanuel Nga-Omgba war der Akteur des Spiels und erzielte in 25 Minuten starke 30 Punkte – Topwert der Partie. Kramer ordnete die Leistung treffend ein als effizient und mannschaftsdienlich ein, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Auch die Teamstatistik unterstreicht die Dominanz: Die Panthers verwandelten insgesamt
Taktische Reife, starkes Umschalten – Baustellen bleiben
Salzwedel versuchte, über defensive Anpassungen die Panthers aus dem Rhythmus zu bringen, variierte zwischen Mann-Mann-Verteidigung und Zonenvarianten. Doch die Gastgeber fanden Lösungen. Entscheidend blieb jedoch die eigene Spielidee: „Durch schnelles Umschalten von Verteidigung in die Offense konnten wir mehrmals den Gegner überlaufen“, sagte der Coach. Gleichzeitig war ihm wichtig, den nächsten Schritt anzusprechen: Wenn in diesen Situationen künftig besser entschieden werde, ob der direkte Korbabschluss oder der kontrollierte Spielaufbau die bessere Option ist, komme das Team zu „höherprozentigen Chancen im Abschluss und weniger Turnovern“.
Nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel im dritten Viertel etwas ausgeglichener (18:15), ohne dass die Panthers die Kontrolle verloren. Mit 73:50 ging es in den Schlussabschnitt – und dort setzte das Team defensiv den Deckel drauf. Dennoch war Kramer trotz des klaren Ergebnisses nicht ohne Kritik. Er benannte zwei Punkte als wiederkehrende Achillesferse: „Die individuelle Verteidigung am Mann und die Rotation in der Verteidigung nachdem der Ballverteidiger geschlagen wurde. Daran müssen wir arbeiten“. Es bleibt ein überzeugender Auftritt: Die Panthers II kontrollierten das Spiel über 40 Minuten, setzten die Vorgaben ihres Trainers mit Druck und Tempo konsequent um und belohnten sich mit einem klaren Sieg – und dem Sprung auf Platz 7 der Landesliga.
Es spielten: Jacques Emmanuel Nga-Omgba (30 Punkte, 4/6 Freiwürfe, 2 Dreier), Lucas Dietel (13, 2/2, 1), Malte Küstermann (10, 1/2, 1), Abhishek Ellapu (8, 2/2), Danny Schwarz (8), Fridolin Kramer (7, 1), Manuel Hernandez Abad (5, 3/4), Collin Vollmershausen (4), Timon Hilse (3, 1/4), Tommy Jan Giebel (2), Robert Ribbe, Denny Vollmershausen

