Pflichtaufgabe verpasst: Panthers unterliegen Schlusslicht Weißenfels mit 63:79

Die BG GutsMuths Quedlinburg Panthers / Martineum Halberstadt hat in der Oberliga Sachsen-Anhalt einen wichtigen Heimsieg liegen lassen. In der Bodelandhalle unterlag das Team dem SSV Einheit Weißenfels mit 63:79 (27:36) – obwohl die Gäste als aktuelles Tabellenschlusslicht angereist waren. Gerade deshalb war die Partie aus Panthers-Sicht ein Pflichtspiel. Dass es dennoch verloren ging, unterstreicht einmal mehr die Ausgeglichenheit der Liga.

Trotz des Endstands war es über weite Strecken ein Duell auf Augenhöhe – allerdings eines, in dem die Panthers zu selten wirklich Zugriff bekamen. Während die Panthers insgesamt acht Dreipunktwürfe verwandelte – alleinig sechs davon Alexander Helten, hatte Weißenfels im Spielaufbau die klarere Linie: schnell, teils sehr unkonventionell, aber effektiv mit Bewegung zum Korb. Vor allem am Brett erspielten sich die Gäste deutlich bessere Abschlüsse – entweder als direkte Punkte oder zumindest als Foul, das zu Freiwürfen führte.

Zu wenig Energie, zu wenig Fokus

Der Start in die Partie war noch ausgeglichen, ehe Weißenfels nach gut viereinhalb Minuten erstmals die Führung übernahm. Panthers-Topscorer Alexander Helten hielt sein Team mit starken 29 Punkten im Spiel, jedoch lagen die Hausherren zur Halbzeit bereits mit neun Zählern zurück (27:36). Auch nach der Pause änderte sich das Bild nur bedingt: Weißenfels blieb das dominantere Team, baute den Vorsprung zwischenzeitlich weiter aus und verteidigte die Führung bis zur Schlussphase konsequent.

Auffällig aus Panthers-Sicht: Das Spiel wirkte über weite Strecken vorsichtig – und vor allem emotionsarm. Hinzu kam, dass sich die Mannschaft phasenweise mehr mit dem Gegner und den Entscheidungen der Schiedsrichter beschäftigte, als konsequent bei sich zu bleiben und die taktischen Vorgaben umzusetzen. Genau daran setzte Cheftrainer Nestor Katsagiorgis nach der Schlusssirene an: „Das ging in diesem Umfang verdient an Weißenfels. Wir haben jeglichen Einsatz und Emotionen vermissen lassen. Vielmehr ist es der Auftritt der Mannschaft, der mich stört – das weiß die Mannschaft auch.“

Alexander Helten beim Wurf: auf ihm liegt ein Teil der offensiven Last im Spiel der Panthers (Foto: Marko Heiroth)

Lichtblick Lübke – Appell an Trainingsdisziplin

Neben Helten, der die offensive Last der Panthers trug, zeigte Theo Lübke mit sechs Punkten einen offensiven Lichtblick im Panthers-Spiel. Doch auch hier gilt: Um regelmäßig Leistung zu bringen „und vor allem defensiv die taktischen Abläufe zuverlässig umzusetzen, braucht es eine konstantere Trainingsbeteiligung“, so der Trainer und richtete einen klaren unmissverständlichen Appell an alle Spieler: „Was ich fordere, ist, dass die Trainingsbeteiligung konsistenter werden muss. Andernfalls werden wir weitere solche Spiele erleben. Das heutige Herschenken des Sieges war nicht dem Gegner geschuldet, vielmehr haben wir Weißenfels dazu eingeladen, diese zwei Punkte mitzunehmen.“ Aus seiner Sicht habe die Mannschaft „aufgrund unserer in Teilen sehr lethargischen Spielweise zu keinem Zeitpunkt des Spiels einen klaren Zugriff bekommen. Weißenfels hatte die viel klareren Aktionen am Brett – allein diesen Biss haben wir vermissen lassen.“

Die Wiedergutmachung versprach die Mannschaft umgehend nach dem Spiel für kommenden Samstag, 17.01.2025. Dort treffen die Panthers in der heimischen Bodelandhalle um 20:15 auf den aktuellen Tabellenzweiten aus Kalbe/Milde.

Es spielten: Timon Hilse ( Punkte, 0/0), Theo Lübke (6, 3/4, 1 Dreier), Michael Müller (7, 5/8), Gunter Schimpfermann (5, 1/2), Alexander Helten (29, 3/7, 6 Dreier), Christopher Hahn (1,1/2), Christian Meier, Felix Braun (3, 1 Dreier), René Schneider (8, 4/5), Bachir Gaye (2, 0/1), Dustin Fessel (2), Jan-Alexander Schulze-Glaubitz.

Auch Dustin Fessel war, wie ein Großteil der 100 Zuschauer, ob der Leistung seiner Mannschaft ratlos und bedröppelt (Foto: Marko Heiroth)