Die zweite Herrenmannschaft der BG GutsMuths Quedlinburg Panthers/Martineum Halberstadt musste eine deutliche Heimniederlage hinnehmen. Gegen den BBC Stendal setzte es ein klares 58:85 – und das Spiel zeigte schon früh, in welche Richtung der Abend laufen würde. Stendal erwischte den besseren Start, zog nach dem 1. Viertel mit 13:20 davon und baute den Vorsprung bis zur Halbzeit kontinuierlich auf 27:42 aus. Spätestens nach dem dritten Abschnitt war die Partie entschieden: Ein 11:0 Lauf der Gäste brachte die Gäste auf 69:45, ehe Stendal im Schlussviertel ohne Wackler zum Endstand durchmarschierte.
Zahlen sprechen Klartext: Wurfquote, Freiwürfe, Fouls
Offensiv fehlte den Panthers über weite Strecken die Durchschlagskraft – und das zeigt sich deutlich in den Statistiken: Am Ende standen lediglich 4 erfolgreiche Dreier. Besonders bitter: Von der Freiwurflinie ließ das Team über die Hälfte an Punkten liegen – nur 12 von 25 Versuchen fanden ihr Ziel. In einem Spiel, in dem jeder Lauf der Gäste einfach gestoppt werden können, „sind das verschenkte Punkte und verpasste Chancen auf Stabilität“, resümierte Abhishek Ellapu das Spiel.
Gleichzeitig gerieten die Panthers in Foulprobleme: 29 persönliche Fouls insgesamt; Lucas Dietel und Danny Schwarz mussten jeweils mit 5 Fouls vorzeitig runter. Trotzdem gab es Lichtblicke: Malte Küstermann war mit 16 Punkten Topscorer der Panthers. Lucas Dietel kam auf 11 Punkte, Jacques Emmanuel Nga-Omgba steuerte 7, Danny Schwarz und Bob De Lange jeweils 6 Punkte bei. Auf Stendaler Seite ragte Lenny Eckert heraus: Er war spielentscheidend, erzielte 30 Punkte und war von der Panthers-Defense nicht zu stoppen.
Trainer Kramer fordert Reaktion: „Zu weich, zu passiv, zu langsam“
Nach dem Spiel wurde Trainer Vinzent Kramer deutlich – und nahm sein Team in die Pflicht. Dass nach der langen Weihnachtspause die alte Sicherheit im Abschluss noch fehlt, sei „irgendwo zu erwarten“. Für Kramer lag das Kernproblem jedoch woanders: Intensität und Aggressivität. „Die Mannschaft, die schneller, fordernder, aggressiver agiert, wird meist belohnt – auch bei Fouls. Leider sind wir weiterhin zu weich, zu wenig intensiv, insgesamt zu langsam und tun uns schwer gegen Teams, die sehr körperlich oder sehr schnell spielen können“, so Kramer. Besonders kritisch: „Wir sind an beiden Enden des Feldes zu passiv, schauen zu oft zu, verpassen den Rebound und das schnelle Umschalten. So werden wir früh überrannt – und fangen an, mit uns selbst und den Schiedsrichtern zu hadern.“
Die Richtung für die kommenden Wochen ist damit klar: Die Panthers II müssen eine sichtbare Reaktion zeigen – mit mehr Tempo, mehr Körpersprache und deutlich mehr Präsenz in den Zweikämpfen. Sonst wird es gegen die nächsten Gegner erneut schwer, Spiele offen zu halten.
Es spielten: Timon Hilse, Tommy Jan Giebel (4 Punkte, 2/3 Freiwürfen), Collin Vollmershausen (1, 1/2), Jaques Nga-Omgba (7, 1/2), Malte Küstermann (16, 2/5, 2 Dreier), Danny Schwarz (6, 1/1, 1 Dreier), Lucas Dietel (11, 1/3), Bob de Lange (6, 3/3, 1 Dreier), Robert Ribbe (2), Abhishek Ellapu (3, 1/4), Manuel Hernandez Abad (2).


