Nach dem sportlichen Rückblick auf die Herren-Oberligamannschaft richtet sich der Fokus bewusst auf den Nachwuchs der BG GutsMuths Quedlinburg Panthers/ Martineum Halberstadt. Der Jahresrückblick zeigt: Der Jugendbasketball befindet sich auf einem sportlich wie strukturell starken Weg und ist längst zu einem zentralen Erfolgsfaktor des Vereins geworden. Ein starkes Signal ist die Anzahl der gemeldeten Teams: 16 Mannschaften nehmen in dieser Saison am offiziellen Ligabetrieb teil – ein Wert, der landesweit Beachtung findet. Seit 2024 ist die Spielgemeinschaft ordnungsgemäß nach den Regularien des Deutscher Basketballbund und des Basketballlandesverband Sachsen-Anhalt gemeldet. Damit wurden nicht nur sportliche, sondern auch organisatorische Grundlagen geschaffen, die nachhaltige Entwicklung ermöglichen. Ergänzt wird der Ligabetrieb durch eine Mannschaft für Menschen mit Behinderungen, eine Damen-Freizeit-Mannschaft sowie ein Mixed-Freizeitteam – ein klares Bekenntnis zu Offenheit, Teilhabe und Vereinsvielfalt.
Landesweit erfolgreich: Die Bilanz der vergangenen Saison
Sportlich verlief die letzte Saison für den Jugendbereich äußerst erfolgreich. Besonders die U12 sorgte für Aufmerksamkeit und erreichte beim Landesfinale einen starken zweiten Platz. Im Finale unterlag das Team von Gunter Schimpfermann und Juliane Ottersberg dem Gastgeber aus Zörbig knapp mit 101:96 – ein Spiel auf Augenhöhe, das die Qualität des Panthers-Nachwuchses eindrucksvoll belegte.
Die Leistungsmannschaften von Trainer Nestor Katsagiorgis bestätigten diese Entwicklung eindrucksvoll. Die U14 Landesliga errang mit neun Siegen und drei Niederlagen den Vizelandesmeistertitel. Auch die U16 Landesliga überzeugte und schloss die Finalrunde mit einem starken dritten Platz ab.
In der Mitteldeutschen Liga (MDL) – dem Zusammenschluss leistungsstarker Teams aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen – behaupteten sich die Panthers ebenfalls. Die U13 und U15 belegten mit den Plätzen fünf und sechs jeweils sichere Mittelfeldränge und sammelten wertvolle Erfahrung auf hohem überregionalem Niveau. In den Bezirksligen erreichte die U14 von Trainer Jens Petrasch einen starken zweiten Platz mit sieben Siegen und drei Niederlagen, nur knapp hinter den Aschersleben Tigers.
Qualifikationsturnier zur Nachwuchsbundesliga und nationale Anerkennung
Das sportliche Highlight im Jugendbereich war zweifellos das Qualifikationsturnier der U16 zur Jugend-Basketballbundesliga (JBBL) 2025/26. In einem hochklassig besetzten Teilnehmerfeld traf das Team von Nestor Katsagiorgis auf Gegner aus Potsdam, Berlin-Charlottenburg, Wolmirstedt und Halle. Zwar gingen alle vier Spiele verloren, jedoch jeweils mit weniger als zehn Punkten Differenz – und das ohne etatmäßige Aufbauspieler, die krankheitsbedingt fehlten. Moral, Einsatzbereitschaft und spielerisches Niveau sorgten für großen Respekt bei Gegnern und Beobachtern.
Auch auf individueller Ebene gab es einen bemerkenswerten Erfolg: Nachwuchsspieler Claas Stühff wurde zu den Sichtungsturnieren des Deutschen Basketballbundes sowie zu den Nominierungslehrgängen der U16-Jugendnationalmannschaft eingeladen. Eine Auszeichnung, die die Qualität der Nachwuchsarbeit bei den Panthers zusätzlich unterstreicht.

Jannik Matlach steht sinnbildlich mit Leidenschaft und Willen für die starke Saison der U16 in der Landesliga (Foto: Marko Heiroth)
Breite wie nie: Vier U12-Teams und starke Tabellenbilder
Der Ausblick auf die laufende Saison fällt sogar noch positiver aus. Erstmals stellen die Panthers vier U12-Mannschaften – ein Novum, das die gewachsene Basis im Nachwuchsbereich verdeutlicht. Die U12 I spielt in der Landesliga und belegt aktuell mit zwei Siegen aus vier Spielen Platz vier in einem sehr starken Umfeld. Die drei weiteren Teams sind in der Bezirksliga aktiv und überzeugen ebenfalls: Die U12 II aus Halberstadt liegt auf Platz drei, die von Sebastian Lindenberg und Jan Ottersberg betreuten U12 III und U12 IV aus Quedlinburg belegen die Plätze zwei und vier. Vier Mannschaften in einer Altersklasse sind Ausdruck gezielter Nachwuchsarbeit und langfristiger Planung.
Auch in den Landesligen präsentieren sich die Panthers stark. Die U14 überwintert aktuell auf Platz vier, während die U16 mit fünf Siegen und nur einer Niederlage einen starken zweiten Platz hinter dem USV Halle belegt. Besonders die taktische Reife und Spielintelligenz des Teams von Nestor Katsagiorgis wird dabei ligaweit anerkannt, sodass der Titel um die Landesmeisterschaft als sehr realistisch eingeschätzt wird.
In den Mitteldeutschen Ligen sammeln die U13 und U14 wichtige Erfahrungen. Die U13 steht als eines der jüngsten Teams auf Platz zehn, ist jedoch auf Augenhöhe mit Standorten wie Halle oder Erfurt – zwei zusätzliche Siege würden bereits den Sprung ins Tabellenmittelfeld bedeuten. Die U14 MDL bleibt zwar noch sieglos, zeigt jedoch deutliches Entwicklungspotenzial.
Durchgängiges Konzept: Von der Ballschule bis in den Herrenbereich
Auch in den Bezirksligen setzen die Panthers Akzente. Die U16 von Trainer Abhishek Ellapu belegt aktuell Platz zwei, während die U18 des Trainerduos René Schneider und Dominik Gottowik mit vier Siegen aus vier Spielen souverän an der Tabellenspitze steht. Beide Trainer sind zugleich feste Bestandteile des Oberligakaders und sichern so die Verzahnung von Jugend- und Herrenbasketball.
Ein positives Signal sendet auch die weibliche U14 von Trainerin Yvonne Kriseleit. Als jüngste Damenmannschaft der Liga wartet das Team zwar noch auf den ersten Sieg, zeigt jedoch klare Fortschritte und wird vereinsintern als wichtiger Baustein für die Zukunft des Damenbasketballs gesehen.
Abgerundet wird das Gesamtkonzept durch die Herren II in der Landesliga. Das von Vinzent Kramer betreute Team fungiert als echtes Bindeglied zwischen Jugend- und Herrenbereich, gibt jungen Talenten Spielzeit und wird von erfahrenen Spielern wie Danny Schwarz und Denny Vollmershausen begleitet. Aktuell steht die Mannschaft auf Platz fünf der Tabelle.
Seit dem Sommer komplettiert zudem die Ballschule für Kinder im Alter von vier bis sieben Jahren das Angebot. Gemeinsam mit der U10, betreut von Yvonne Kriseleit und Jan Ottersberg, sollen bereits die Jüngsten spielerisch an den Basketball herangeführt werden.
Fazit
Der Jugendbereich der Panthers präsentiert sich so breit, erfolgreich und strukturiert wie nie zuvor. Die Kombination aus sportlichen Erfolgen, klarer Nachwuchsstrategie und nachhaltiger Vereinsarbeit zeigt eindrucksvoll: Der Basketballstandort Quedlinburg/Halberstadt ist bestens für die Zukunft aufgestellt.




