Panthers-Basketball: U12-Teams setzen Vereinsphilosophie eindrucksvoll um

Die BG GutsMuths Quedlinburg Panthers/Martineum Halberstadt verfolgen im Nachwuchs eine klare sportliche Linie: Basketball soll gemeinschaftlich gedacht und gespielt werden – offensiv wie defensiv. Nicht Ergebnisse oder Einzelperformances stehen im Vordergrund, sondern Teamplay, Spielintelligenz und die kontinuierliche Entwicklung der gesamten Mannschaft. Zwei intensive U12-Spiele vor über 100 Zuschauern zeigten eindrucksvoll, wie tief diese Philosophie inzwischen in der Ausbildung verankert ist.

U12 II entscheidet internes Derby über U12 III
Im vereinsinternen Duell gewann die U12 II aus Halberstadt mit 77:57 (30:35) gegen die U12 III aus Quedlinburg. Nach einer schwierigen ersten Halbzeit, in der die U12 III defensiv starken Druck ausübte und verdient führte, fand die U12 II in der zweiten Hälfte zu einer beeindruckenden geschlossenen Leistung. Schnelles Umschaltspiel, klare Entscheidungen und kluge Passfolgen drehten das Spiel.

Neben Topscorer Otto Stein (31 Punkte) überzeugten Tamo Cernota (24) und Ares Vollmershausen (10), doch die Grundlage des Erfolgs war das konsequente Miteinander. Die U12 III zeigte über weite Strecken intensiven Teambasketball. Nele Rübenack (22 Punkte) und Charly Sedlmayr (14) trugen die Offensive, während das gesamte Team defensiv mutig und engagiert auftrat.

Trainer Denny Vollmershausen erklärte: „Die Revanche für die knappe Hinspielniederlage ist gelungen, aber viel bedeutender ist die Art und Weise. Die Kinder haben in der zweiten Hälfte genau das umgesetzt, was unser Training ausmacht: konzentrierte Defense, sauber gelaufene Spielzüge, mutige Pässe und einfache Abschlüsse. Das war ein echtes Teamstatement. Die Mannschaft ist als Einheit aufgetreten – und darauf bin ich unglaublich stolz.“

Ebenso die U12 III: „Ich bin mit der Leistung sehr zufrieden, auch wenn uns am Ende die Kräfte verlassen haben“, so Trainer Sebastian Lindenberg. „Unsere Fullcourt-Defense war phasenweise herausragend, aber sie kostet viel Energie. Dadurch fehlten in den letzten Minuten die klaren Entscheidungen und die einfachen Würfe. Dennoch: Die Entwicklung ist klar sichtbar, und wir sind definitiv auf einem sehr guten Weg.“

Otto Stein (am Ball) stellte sich mit der U12 II gegen die U12 III-Teamdefense (Foto: Marko Heiroth)

Justus Hellmann (weiß), hier gegen Mats Sturm im direkten Duell, überzeugte nicht nur Offensiv, sondern war ein fester Baustein der Defensive (Foto: Marko Heiroth)

U12 IV beeindruckt trotz Niederlage – starkes Teamplay gegen Aschersleben
Auch die U12 IV zeigte im Heimspiel gegen die Aschersleben Tigers eine besonders reife Leistung. Trotz der 45:70-Niederlage präsentierte sich das Team geschlossen, mutig und mit hoher Spielintensität. Die erste Halbzeit gestalteten die Panthers offen, hielten physisch wie taktisch stark dagegen und zeigten eine deutliche Weiterentwicklung im Zusammenspiel. Offensiv setzten vor allem Jannik He (14 Punkte), Adrian Ahlers (12, vier Dreier) und Lian Labahn (11) entscheidende Akzente. Defensiv überzeugten erneut Willy Köhler und Lennox Steinig, die durch ihre Präsenz und Antizipation entscheidende Stabilität brachten.

Trainer Jan Ottersberg zeigte sich trotz des Ergebnisses hochzufrieden „Wir stellen das Teamplay konsequent in den Mittelpunkt – und die Kinder haben das heute hervorragend umgesetzt. Viele Elemente der letzten Trainingswochen waren klar erkennbar: eine starke Defensive, gute Passentscheidungen und mutige Würfe. In den letzten zehn Minuten wurden wir etwas hektisch und haben dadurch die Chance aus der Hand gegeben. Aber die Entwicklungsschritte der Kinder sind enorm und machen uns als Trainerteam sehr stolz.“

Lian Labahn (U12 IV) mit starkem Auftritt gegen Aschersleben (Foto: Marko Heiroth)

Das Team der U12 IV im gemeinsamen Huddle (Foto: Marko Heiroth)

Vereinsphilosophie sichtbar gelebt
„Unsere Ausrichtung ist eindeutig: Teamplay vor Ergebnissen – Entwicklung vor Einzelglanz“, fasst Lindenberg das Wochenende zusammen. „Alle U12-Teams haben gezeigt, wie stark diese Philosophie inzwischen verinnerlicht ist. Sie spielen strukturiert, mutig und mit klarem Blick für den freien Mitspieler. Genau so verstehen wir Panthers-Basketball. Wir entwickeln keine Einzelkönner, sondern Mannschaftsspieler – und unsere Teams verkörpern das immer deutlicher. Wir zeigen Woche für Woche, dass nachhaltige Spieler- und Teamentwicklung der richtige Weg ist – und dass Basketball, der gemeinschaftlich gespielt wird, nicht nur erfolgreicher, sondern auch schöner anzusehen ist.“