Derby geht im Schlussviertel verloren: Panthers/Martineum Halberstadt unterliegen der Humanas Rookie Academy in der Mitteldeutschen Liga (U14)

Im Nachwuchsderby zwischen der BG GutsMuths Quedlinburg Panthers/ Martineum Halberstadt und der Humanas Rookie Academy Wolmirstedt, der Ausbildungsschmiede des Pro-A-Ligisten SBB Baskets Wolmirstedt, mussten die Gastgeber eine 57:79-Niederlage hinnehmen. Drei Viertel lang boten die Panthers den starken Gästen Paroli – doch ein deutlicher Einbruch im letzten Abschnitt entschied die Partie klar zugunsten der Wolmirstedter Talente.

Ausgeglichenes Spiel – bis die Kräfte schwinden
Bereits der Start verlief intensiv: Das erste Viertel endete knapp mit 20:22 aus Sicht der Panthers. Auch im zweiten Abschnitt blieb das Spiel offen, die Gastgeber kämpften sich phasenweise sogar in Führung. Besonders Leon Kühnau war kaum zu stoppen und erzielte am Ende starke 24 Punkte, musste aber über die vollen 40 Minuten Spielzeit gehen. Neben ihm überzeugte Oleksandr Baryshchuk mit 17 Punkten und einer soliden Offensivleistung.

Doch der Boxscore zeigt auch die Belastung deutlich: Gleich drei Spieler standen über die volle Distanz auf dem Feld – ein Umstand, der sich im Schlussviertel rächen sollte. Während die Panthers im dritten Viertel mit 17:18 noch mithalten konnten, brach das Team im letzten Abschnitt offensiv wie defensiv ein. Das 6:24 im vierten Viertel gab letztlich den Ausschlag für die klare 57:79-Niederlage.

Trainerstatement: „Der Einbruch darf so nicht passieren“
Panthers-Coach Nestor Katsagiorgis zeigte sich nach dem Spiel selbstkritisch und betonte die Hauptursache für die Niederlage: „Der konditionelle Einbruch im vierten Viertel war ganz wesentlich für diese Niederlage. Das ist ein Umstand, der so nicht passieren darf. Wir müssen hier unbedingt weiter in unsere Fitness und konditionelle Verfassung investieren. Die ersten drei Viertel haben gezeigt, dass wir das Spiel bestimmen können – aber wir müssen die Intensität über 40 Minuten tragen können.“

Katsagiorgis’ Fazit deckt sich mit dem Spielverlauf: Während Wolmirstedt aus einer tiefen Rotation schöpfen konnte, gingen den Panthers am Ende schlicht die Kräfte aus. So sehr sich Kühnau, Baryshchuk und Stagge (12 Punkte) auch stemmten, die Gäste zogen im finalen Viertel davon und nutzten ihren breiteren Kader am diesem Tage wesentlich. Die Panthers/Martineum Halberstadt nehmen aus dem Derby wertvolle Erkenntnisse mit – vor allem die, dass das Team spielerisch mithalten kann. Doch um gegen die Top-Nachwuchsprogramme der Region erfolgreich zu sein, muss die athletische Basis weiter gestärkt und der Kader breiter aufgestellt werden.

Es spielten: Oleksandr Baryshehuk (17 Punkte, 7/12 Freiwürfe), Lukas Hartmann, Charlie Hölzer (4), Leon Kühnau (24, 3/4, 1 Dreier), Diego Stagge (12, 2/4, 2 Dreier), Benedikt Flegerbein.

Charlie Hölzer brachte lediglich vier Punkte in 37 Minuten Spielzeit unter. (Foto: Marko Heiroth)