Basketball-Nachwuchs: U12-Teams der Panthers mit Spektakel in Zörbig und Premiere in Aschersleben

Ein ereignisreiches Wochenende liegt hinter den Nachwuchsbasketballern der BG GutsMuths Quedlinburg Panthers/Martineum Halberstadt. Während die U12 in der Landesliga beim amtierenden Meister SV Zörbig ein Offensiv-Spektakel bot und nur hauchdünn mit 122:124 nach Verlängerung unterlag, absolvierte die U12 IV in der Bezirksliga Harz ihr erstes Pflichtspiel in Aschersleben – und musste sich den Tigers mit 41:66 geschlagen geben.

Landesliga: Panthers fordern den Meister bis zur letzten Sekunde
Beim Gastspiel in Zörbig lieferten die Panthers eine Partie, die es in sich hatte. Zwar ging das erste Viertel mit 22:32 verloren, doch im zweiten Abschnitt fanden die Harzer ihren Rhythmus und setzten die Gastgeber massiv unter Druck. Mit einem 34:18-Lauf kämpfte sich das Team zurück und lag zur Halbzeit nur knapp mit 56:60 zurück.

Nach der Pause folgte erneut ein Rückschlag – das dritte Viertel endete 21:32 –, ehe die Panthers im Schlussabschnitt noch einmal alle Kräfte mobilisierten. Mit einem 34:29 im vierten Viertel retteten sie sich in die Verlängerung. Dort war es Anton Borrmann (21 Punkte), der kurz vor Schluss mit einem schwierigen Wurf plus Bonusfreiwurf die Harzer sogar in Führung brachte. Doch Zörbig antwortete mit einem „Zirkuswurf“ – und hatte am Ende das glücklichere Ende für sich.

Überragend auf Seiten der Panthers war Benedikt Schimpfermann (36 Punkte), gefolgt von Albrecht Dreiocker (29) und Max Ottersberg (20), der in seinem ersten Landesligaspiel überzeugte. Auch Jonas Heckl (6 Punkte) und Karl Geppert (2 Punkte) feierten gelungene Debüts. Das Trainerteam Juliane Ottersberg und Gunter Schimpfermann lobte seine Mannschaft ausdrücklich: „Natürlich ist es schade, dass wir am Ende so knapp verlieren. Aber wir sind unglaublich stolz auf die Jungs. Sie haben gegen den Landesmeister gezeigt, dass wir nicht nur mithalten, sondern ein Spiel dominieren können. Unser Team ist neu formiert, und trotzdem haben wir heute phasenweise wie eine eingespielte Mannschaft gespielt. Das war ein großer Schritt nach vorn. Jetzt heißt es: Kopf hoch, weitermachen. Wir schauen nach vorn und wollen nächste Woche in Halle beim BBC die nächsten Schritte gehen.“

Einziger Kritikpunkt: die schwache Freiwurfquote von nur 7 Treffern bei 19 Versuchen. „Daran müssen wir dringend arbeiten, das kann in engen Spielen den Unterschied machen“, so das Trainerduo.

Bezirksliga: U12 IV sammelt wertvolle Erfahrung in Aschersleben

Zeitgleich war die U12 IV in der Bezirksliga Harz bei den Aschersleben Tigers gefordert. Vor rund 70 Zuschauern und unter den Augen zahlreicher älterer Panthers-Teams, die den Sonntagmorgen zu einem echten Basketballfest machten, trat die neu zusammengestellte Mannschaft erstmals in dieser Konstellation an.

Spielbesprechung nach der 41:66-Auftaktniederlage in Aschersleben (Foto: Verein)

Der Start verlief denkbar schwierig: Aschersleben eröffnete die Partie mit einem 29:3-Lauf im ersten Viertel. Nervosität im Spielaufbau und viele einfache Ballverluste prägten die Anfangsphase. Zur Halbzeit lag das junge Panthers-Team mit 17:36 zurück. Doch im dritten Viertel bewiesen die Harzer Moral: Angeführt von Kapitänin Hanne Quandt, die die Rolle über die gesamte Saison innehaben wird, kämpften sie sich bis auf 41:43 heran. Doch am Ende schwanden die Kräfte, sodass Aschersleben das letzte Viertel klar dominierte und mit 66:41 gewann.

Trotz der Niederlage gab es viel Positives zu sehen. Mattis Lehmann und Lennox Steinig überzeugten bei ihrem Debüt, auch der erst achtjährige Tim Schmidt (4) sowie Adrian Ahlers (6 Punkte), Carlo Bahr (5) und Bruno Pagel (5) zeigten ansprechende Leistungen. Lian Labahn war mit 16 Punkten erfolgreichster Punktesammler seines Teams.

Das Trainerduo Sebastian Lindenberg und Yvonne Kriseleit zog ein insgesamt positives Fazit: „Wir sind im Großen und Ganzen zufrieden mit dem Auftritt. Natürlich war es ärgerlich, dass wir zu Beginn den Kopf verloren und nicht konsequent als Team agiert haben. Aber die Mannschaft hat sich im Spiel zurückgekämpft und gezeigt, welches Potenzial in ihr steckt. Aus diesem Spiel ziehen wir unsere Lehren und wissen jetzt gezielt, woran wir im Training arbeiten müssen. Wir sind sehr stolz auf die Kinder – das war ein guter Start.“

Damit endete ein Wochenende mit zwei Gesichtern für den Panthersnachwuchs: ein hochklassiges Landesligaduell auf Augenhöhe mit dem Meister und ein erster, lehrreicher Auftritt der jüngeren Talente in der Bezirksliga. Klar ist: Die Zukunft des Harzer Basketballs bleibt vielversprechend.