BG GutsMuths Panthers scheitern im Playoff-Halbfinale gegen den USV Halle

Die BG GutsMuths Panthers haben den Einzug ins Finale der Basketball-Landesmeisterschaft Sachsen-Anhalt verpasst. In der entscheidenden Playoff-Halbfinalpartie unterlagen sie dem USV Halle mit 55:74. Trotz einer kämpferischen Leistung und einer starken Dreierquote reichte es am Ende nicht, um das Spiel zu drehen. Trotz der frühen Anwurfzeit war die Atmosphäre eines Playoff-Spiels würdig. Die knapp 150 Zuschauer erlebten zwei intensiv aufspielende Mannschaften. Während Halle auf einen vollen Kader zugreifen konnte, mussten die Panthers verletzungsbedingt auf Christian Meier, Falk Frederich, Jörg Göhler und Sebastian Lindenberg verzichten. Tobias Münch fehlte aus privaten Gründen. Erfreulich war indes die Rückkehr von Gunter Schimpfermann nach fünfmonatiger Verletzungspause.

Frühe Führung für Halle – Panthers mit Startschwierigkeiten
Von Beginn an übernahm der USV Halle die Kontrolle über das Spiel. Mit einem furiosen ersten Viertel erspielten sich die Gastgeber eine 21:12-Führung. Die Panthers wirkten zunächst nicht richtig auf dem Feld angekommen, was sich in zahlreichen Abspielfehlern und Unsicherheiten im Abschluss bemerkbar machte. Dennoch hielt Spielmacher René Schneider die Offensive am Leben, auch wenn ihm das Wurfglück fehlte. „Wir haben ungemein viel Kraft in die Offensive investiert, aber nicht den gewollten Ertrag erzielt. Das war zu wenig, um heute den Sieg einzufahren“, resümierte er nach dem Spiel.
Im zweiten Viertel gestaltete sich das Spiel ausgeglichener. Die Routiniers Michael Müler und Gunter Schimpfermann kamen von der Bank und brachten viel Stabilität ins Spiel der Panthers. Dennoch fehlte das Scoring auf Seiten der Gäste. Stattdessen intensivierten die Panthers ihre Defensive und konnten sich bis auf fünf Punkte heran kämpfen. Doch Halle antwortete prompt und stellte den alten Vorsprung wieder her. Mit 35:25 für die Gastgeber ging es in die Halbzeitpause.

Starker Start nach der Pause – doch Halle bleibt konstant
Nach der Halbzeit kamen die Panthers hochmotiviert zurück aufs Parkett. Zwei schnelle Dreipunktwürfe sorgten für einen 6:0-Lauf und ließen die Hoffnung auf eine Wende aufleben. Doch anstatt das Momentum zu nutzen, haderten die Gäste mit den Schiedsrichterentscheidungen und verloren den Fokus. Halle nutzte diese Schwächephase konsequent aus und baute den Vorsprung durch einen 7:0-Lauf wieder aus. Beim Stand von 54:40 zur Mitte des dritten Viertels schien das Spiel bereits entschieden. Obwohl Alexander Helten und Dominik Gottowik in der Schlussphase offensiv noch einmal Akzente setzten, gelang den Panthers keine entscheidende Wende mehr. Halle behielt bis zum Ende die Kontrolle und sicherte sich mit 74:55 den verdienten Finaleinzug.

Enttäuschung, aber auch Stolz
Nach dem Spiel zeigte sich Panthers-Trainer Nestor Katsagiorgis enttäuscht, aber auch stolz auf seine Mannschaft: „Der USV Halle war heute williger und aggressiver am Brett. Sie waren in ihren Aktionen zielführender als wir; das hat am Ende den entscheidenden Unterschied ausgemacht. Dennoch hat meine Mannschaft eine außerordentliche Saison gespielt. Man darf nicht vergessen, dass wir erst seit diesem Jahr zusammenarbeiten. Dafür hat die Mannschaft sehr schnell zusammengefunden, wichtige Spiele gewonnen und sich bis ins Halbfinale gekämpft. Ein großes Lob an die gesamte Organisation der Panthers.“
Trotz des bitteren Ausscheidens können die Panthers auf eine starke Saison zurückblicken. Nun gilt es, die Erfahrungen aus den Playoffs mitzunehmen und sich für die kommende Spielzeit weiterzuentwickeln. „Wir werden trotzdem weiter trainieren und die Mannschaft für die Saison 2025/26 vorbereiten. Oberstes Ziel ist es, eine stabile Mannschaft zu bringen und die Jugendspieler aus unseren U16- und U18-Jugendmannschaften zu integrieren“, so der Trainer im Resümee der anspruchsvollen Saison.

Es spielten: Danny Schwarz, Roman Schmidt, Dominik Gottowik (9, 1/3 Freiwürfe, 2 Dreier), Gunter Schimpfermann (3, 1 Dreier), Michael Müller, Felix Braun (3, 1 Dreier), Iven Schiele (2), Ricardo Thomas (7, 3/4), Dustin Fessel (4), Alexander Helten (22, 2/2, 4 Dreier), Christopher Hahn (0/2), René Schneider (5, 3/3).

Ricardo Thomas beim Drive zum Korb für zwei Punkte (Foto: Marko Heiroth)

Dominik Gottowik beim Dreipunktwurf (Foto: Marko Heiroth)